Es ist heiß, da hilft nur Eis. Nicht nur Klassiker, sondern auch ausgefallene Sorten wie Orangeano oder Snickers sind heuer Hits.

Von Chiara Holzer und Sofie Kalteis. Erstellt am 10. August 2019 (02:30)
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Symbolbild

Die Temperaturen steigen ins Extreme – und mit ihnen auch der Eiskonsum der Herzogenburger. Beim Stichwort Eis kommen den meisten Menschen drei Wörter in den Sinn: Vanille, Schokolade und Erdbeere. Sie gelten als die Klassiker und standen lange Zeit ganz oben auf der Liste der beliebtesten Eissorten. Doch mittlerweile gibt es in fast jedem Eissalon eine riesige Auswahl mit teilweise sehr ausgefallenen Kreationen.

Wir, zwei Praktikantinnen der NÖN, machten uns auf den Weg, um die beliebten Eissalons in Herzogenburg und der St. Pöltner Innenstadt abzuklappern, um die heurigen Sommertrends zu erfahren.

„Dass unser Fruchteis schon seit über 30 Jahren vegan ist, wissen nur die wenigsten Kunden!“ Wlodzimierz Worek, Café Roma, St. Pölten

In Herzogenburg gilt die Eisdiele am Rathausplatz („Eiscafé LaPiazza“) als Anlaufstation schlechthin. Dort versah in der Vorwoche Ferialpraktikant Felix Servus Dienst, von dem man aufgrund seines Auftertens meinen könnte, er sei in der Eis-Branche daheim. „Die Standardsorten sind wieder ein Renner“, weiß er. „Vanille und Erdbeere gehen immer, Schokolade ein bisschen weniger.“

Auf der anderen Seite des Rathausplatzes, beim Café La Strada, setzt man auf das Eis der Böheimkirchner Familie Bachinger: „Es mundet unseren Gästen fantastisch“, weiß Kellnerin Florentina Kosumie und freut sich, dass angesichts der Temperaturen das Eis-Geschäft auf Hochtouren läuft.

Apropos Bachinger: Besonders ins Auge sticht das „Standl“ am St. Pöltner Domplatz, welches mit Aktivkohle auch den Trend vom Vorjahr weiterführt. „Wir verkaufen schwarzes Kokoseis, welches mit Aktivkohle eingefärbt wurde. Auch Stanitzel in der außergewöhnlichen Farbe sind bei uns erhältlich“, berichtet die Teilzeit-Angestellte Sabrina Rathgeb.

„Wir verkaufen schwarzes Kokoseis, welches mit Aktivkohle eingefärbt wurde"

Doch nicht nur das schwarz eingefärbte Eis, sondern auch das Angebot von Eisknödeln mit Marillen- oder Nougat-Füllung macht das Lokal zu etwas Besonderem.

Die Eissaison fing etwas holprig an. Das weiß auch Wlodzimierz Worek vom Café Roma am Rathausplatz. „Der Mai war heuer eine Katastrophe. Weil das Wetter so schlecht war, lief das Eisgeschäft nicht so gut. Aber im Juni haben wir das dann nachgeholt und jetzt läuft es ohnehin wie am Schnürchen.“

„Der Mai war heuer eine Katastrophe. Weil das Wetter so schlecht war, lief das Eisgeschäft nicht so gut"

Was sind die Top-Eissorten? Von der Menge her sei es immer noch Vanille, aber nur deshalb, weil die beliebte Sorte fast in jedem Eisbecher zu finden ist. „Beim Gassen-Eis sieht es schon wieder ganz anders aus. Da ist heuer definitiv Snickers an der Spitze, dicht gefolgt von Maulbeere“, erzählt er uns weiter. Auch viele andere ausgefallene Sorten gibt es zum Genießen, zum Beispiel „Mille e una Notte“, ein Dattel-Eis aus 1.001 Nacht.

„Wir bieten auch das ursprünglich erste Eis an, Fiocco, welches ausschließlich aus Milch besteht“, erklärt Worek. Im Café Roma ist das Eismachen seit über 30 Jahren eine Tradition. „Wir haben unser Fruchteis schon immer vegan hergestellt, mit pürierten Früchten, Wasser und Zucker. In jüngster Zeit wurde die Nachfrage nach veganem Eis so groß, dass wir es seit einigen Jahren auch als vegan anschreiben. Dass unser Fruchteis schon seit über 30 Jahren vegan ist, wissen nur die wenigsten Kunden“, berichtet der langjährige Eismacher aus eigener Erfahrung.

Doch nicht nur das Café Roma hat selbst gemachte und köstliche Eissorten zu bieten, auch die Inhaber des Cafés Easy in der Schreinergasse stellen ihr Eis seit 20 Jahren täglich selbst her. „Wir haben 22 verschiedene Sorten zur Auswahl. Die beliebtesten der heurigen Saison sind Orangeano und Malaga“, erklärt der Besitzer des Cafés Easy, Embrli Ziberi. Bei Orangeano handelt es sich um ein Eis aus Orangenschalen, das besonders erfrischend wirkt. Im Malaga-Eis befinden sich Rosinen, die in Wein eingelegt sind.

„Unter der Schulzeit verkaufen wir mehr Tüten-Eis, im Sommer sind es dann eher Eisbecher, da die Schulklassen nicht mehr vorbeikommen“, erzählt Ziberi.