Gastronomie nach Lockdown: Vorfreude auf die Eröffnung. Die Wirte in Herzogenburg blicken dem 19. Mai mit Zuversicht entgegen: „Wir sind für den Neustart gut gerüstet.“

Von Hans Kopitz. Erstellt am 18. Mai 2021 (03:00)
Franz Dopler, Gastropächter im Freizeitzentrum und Aquapark: „Sind über Öffnung sehr froh.“
NOEN

Dass es aufwärts geht, darüber sind sich die Gastronomiebetriebe in Herzogenburg einig. Sowohl die Besitzer als auch die Angestellten freuen sich nach der langen Pause auf den Neustart. Was die Gäste angesichts der drastischen Zutrittsregeln sagen, steht auf einem anderen Blatt Papier.

„Nach fast sieben Monaten Take-Away, das eigentlich nur eine Arbeitsbeschaffung war, sind wir gerüstet für einen Neustart. Wir haben die Terrasse vergrößert, um draußen mehr Platz zu schaffen, sodass auch der vorgeschriebene Abstand eingehalten werden kann. Und hoffen, dass uns das Wetter nicht im Stich lässt“, sagt Chefin Anja Bertl vom Steakhouse „Beef + Burger“ in der St. Pöltner Straße und vom Eiscafé La Piazza am Rathausplatz.

Wer freut sich nicht auf die Öffnung nach sieben Monaten Pause? Gastronom Markus Haas

Das Stammpersonal, das in Kurzarbeit war, stehe in den Startlöchern und freue sich schon darauf, dass man wieder aufsperren könne. Was mühsam sein werde, ist die Kontrolle: „Sie nimmt viel Zeit weg.“

Schirmbar öffnet, aber Zeitpunkt ist ungewiss

Und die Schirmbar am Rathausplatz? „Ob sie am 19. Mai aufsperrt, ist nicht sicher, möglicherweise erst am darauffolgenden Wochenende.“

Bertl hofft auf Unterstützung der Gemeinde, dass sie dort etwas mehr Platz bekommt, um den vorgeschriebenen Abstand der Tische einhalten zu können.

„Natürlich sind wir auch froh, dass wir wieder öffnen können“, erklärt Wirt Franz Dopler, Pächter von der Gastro im Freizeitzentrum und Aquapark, „und ich bin sicher, es wird ein Erfolg, denn die Leute wollen endlich wieder fortgehen und Sport betreiben. Personalprobleme gibt es bei uns nicht – aber wir müssen erst sehen, wie es läuft.“

Auch das Café „La Strada“ am Rathausplatz steht mit seinen 15 Mitarbeitern schon in den Startlöchern: „Wir freuen uns schon auf die Eröffnung, das Personal passt, ist vollzählig und auch der Schanigarten wartet schon. Man darf nicht vergessen, dass die Gastronomie hier in der Innenstadt ein Frequenzbringer ist und so auch den Handel fördert. Handel und Gastro gehören einfach zusammen und unterstützen einander gegenseitig“, so Robert Yaldiz. Er war mit seinen Leuten auch während des Lockdowns nicht untätig, sondern hat fleißig an seinem Bestellsystem gearbeitet.

„Wir haben alles vorbereitet und warten auf die Gäste. Das Personal ist da – und wie es weitergeht, werden wir sehen, denn es wurde ja vieles kaputt gemacht. Der Schanigarten ist vorhanden und wird bei schönem Wetter auch gerne angenommen. Ich möchte mich noch im Namen von meinem Team bei allen bedanken, denn die Reaktion auf unseren Lieferservice während des Lockdowns war überwältigend“, so Aysel Ender vom Restaurant Endo am Rathausplatz.

In der Stadt machte einige Zeit das Gerücht die Runde, dass das Gasthaus Maurer in der Herrengasse nicht mehr aufsperren wird. „Das habe ich auch gehört, aber es entbehrt jeder Grundlage, denn selbstverständlich sperren wir am 19. Mai auf“, lacht Josef Maurer m Gespräch mit der NÖN. Er hat einen Schanigarten, das Personal steht in den Startlöchern.

Der Lockdown wurde für Sanierungsarbeiten genutzt, sodass am 19. Mai im „Gasthaus zur Goldenen Traube“ wieder alles up to date ist.

Markus Haas von „Haasis Hexenstüberl“ in der St. Andräer Ortsstraße will noch den Schanigarten etwas adaptieren, damit genug Platz für alle Gäste geboten werden kann. „Auch das Personal ist da, wenn wir es brauchen – und wir freuen uns schon darauf. Aber ehrlich gesagt, wer tut da nicht, nach sieben Monaten Pause?“, so Haas.

„Wir sind guter Dinge, die beiden Chefs und das Personal freuen sich schon darauf, endlich aufsperren zu können. Die größte Herausforderung wird dabei aber das Wetter sein. Da wir – sowohl im Gasthaus, als auch im Garten – nur die Hälfte Platz zur Verfügung haben, weil wir uns an die Vorgaben halten und den vorgeschriebenen Abstand einhalten müssen, wir es sehr eng werden, falls es zu regnen beginnt. Die erste Woche nach der Eröffnung sind wir sicher voll, weil viele schon darauf warten, dass wir öffnen. Wie es dann im Juli und August weitergeht, wird sich zeigen. Wir werden etwa ein Drittel vom Umsatz haben, den wir vor der Pandemie hatten“, schätzt Jürgen Winkler vom „Mahzig“ in der St. Pöltner Straße.

„Wir hoffen, dass die Geimpftenmehrwerden“

Zuversichtlich ist auch Nubar Garabetyan vom „Bellamia“ im City-Center, das er aufsperren darf: „Wir werden uns nach den Vorgaben richten müssen und hoffen, dass die Geimpften immer mehr werden. Der Schanigarten wartet jedenfalls bereits auf die Gäste.“

„Ob wir wirklich schon am 19. Mai aufsperren oder erst am Montag danach, das haben wir noch nicht entschieden – aber wir freuen uns schon darauf, wieder voll durchstarten zu können. Größere Probleme gibt es nicht, wir haben Platz genug – auch im Garten –, um den vorgeschriebenen Abstand einhalten zu können“, sagt Anton Buchsbaum vom Gasthaus am Bahnhofsplatz. Einige Sorgen bereitet ihm die Beschaffung der Waren: „Denn wenn ich sie jetzt kaufe und dann platzt die Öffnung neuerlich, was fange ich damit an? Aber: Blicken wir voller Hoffnung in die Zukunft!“

Umfrage beendet

  • Coronatest für Kleinen Braunen?