„Hilfe, Unterwinden erstickt im Verkehr“. Anrainer Johann Bobek hat selbst eine Zählung vorgenommen. In rund sechs Stunden registrierte er nicht weniger als 1.805 Autos.

Von Hans Kopitz. Erstellt am 01. Juli 2020 (04:29)
Südlich der Ortskapelle zählte Johann Bobek den Verkehr: „Das Aufkommen ist gewaltig.“
Hans Kopitz

Im Herbst vergangenen Jahres gab es eine Unterschriftenaktion der Einwohner Unterwindens, da der Verkehr an der Landesstraße 2200, die mitten durch den Ort führt, in den vergangenen Jahren stark zugenommen hat. Durch die Schließung der Gießereistraße wurde der Verkehr noch einmal erhöht – und so forderten die Anrainer im Bereich der beiden Bushaltestellen mindestens einen Zebrastreifen und auch eine Tempo-30-Zone, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten.

Das Schreiben mit den gesammelten Unterschriften ging sowohl an den Bürgermeister, als auch an die Bezirkshauptmannschaft St. Pölten als zuständige Bezirksverwaltungsbehörde.

Auch das Land NÖ ist in Kenntnis gesetzt

Diese plante für den heurigen März eine Verkehrszählung, die aber aufgrund der Corona-Krise abgesagt beziehungsweise auf den Termin Mitte Juni verlegt wurde. Nach Vorlage der Zählergebnisse werden diese – laut Mitteilung des Büros von SP-Landeshauptfrau-Stellvertreter Franz Schnabl – dann durch einen verkehrstechnischen Amtssachverständigen asugewertet, eventuell auch nach zusätzlicher Durchführung eines Lokalaugenscheins.

Geschehen ist bis jetzt nichts – und so hat sich Johann Bobek die Mühe gemacht, am 16. Juni von 5 bis 8.30 Uhr und von 15.45 bis 18 Uhr selbst eine Verkehrszählung durchzuführen, die aufzeigte, dass in diesen sechs Stunden alleine 1.805 Autos – 1.012 in der Früh und 793 am Nachmittag – die Straße passierten. Dabei sind die Lastkraftwagen, Traktoren und sonstige Fahrzeuge noch nicht mitgerechnet. Bobek: „Unterwinden erstickt im Verkehr. Die Anrainer hoffen noch immer, dass von den zuständigen Stellen etwas unternommen wird. Denn die Hoffnung stirbt zuletzt.“