Hilfseinsatz in Kroatien. Stefan Dörflinger und Mario Kramer von der Freiwilligen Feuerwehr Herzogenburg-Stadt waren mit dem Wechselladefahrzeug im Krisengebiet: „Starke Zerstörung war sichtbar.“

Von Alex Erber. Erstellt am 06. Januar 2021 (04:00)
Stefan Dörflinger und Markus Kramer (von links) wurden in Herzogenburg vom Kommandanten Ralf Haselsteiner und Kameraden verabschiedet.
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Sieben Todesopfer und mehr als 2.000 zerstörte Häuser: Das ist die schreckliche Bilanz nach einem schweren Erdbeben in der Region um die kroatischen Städte Petrinja, Sisak und Glina. Besonders betroffen war das Dorf Majske Polane, wo man fünf der sieben Toten beklagen musste.

Unmittelbar nach den Erdstößen wurde der EU-Katastrophenschutzmechanismus ausgelöst. Rasch war damit klar, dass Österreich Hilfsmittel entsenden wird.

Nach der Vor-Alarmierung am Nachmittag des 30. Dezembers machten sich nur drei Stunden später Stefan Dörflinger und Markus Kramer von der Freiwilligen Feuerwehr Herzogenburg-Stadt auf den Weg nach Graz. Und zwar mit dem vom NÖ Landesfeuerwehrverband in Herzogenburg stationierten Wechselladefahrzeug.

In der Mur-Metropole verluden die Feuerwehr und das Bundesheer unter Federführung des Innenministeriums 82 Wohncontainer.

Nach einer kurzen Nacht ging es weitere rund 250 Kilometer in den Süden ins Krisengebiet. „Dort war die starke Zerstörung überall sichtbar“, berichten die beiden Herzogenburger Feuerwehrmänner.

Container, Feldbetten, Heizelemente, Strahler

Vor Ort wurden die Container abgeladen und nach einer kurzen Rast konnte wieder die Heimreise der insgesamt 1.050 Kilometer langen Wegstrecke angetreten werden.

Geliefert wurden übrigens nicht nur die Container, sondern auch 470 Feldbetten, Heizelemente und Strahler.

Corona warf auch seine Schatten auf den Hilfseinsatz: Sämtliche Reisebestimmungen wurden im Vorfeld durch den Landesfeuerwehrverband mit dem Innenministerium abgeklärt, bei allen eingesetzten Kräften ist ein Covid-19-Antigentest durchgeführt worden.