Junge Generation hilft Gedenkdiener. Nach NÖN-Bericht über Vorhaben erhielt Anton Spevak nun einen 200-Euro-Scheck.

Von Hans Kopitz. Erstellt am 01. August 2018 (17:12)
Hans Kopitz
Scheckübergabe: Vizebürgermeister Christoph Artner, Anton Spevak, Jugendgemeinderat Kurt Schirmer junior sowie Kulturstadtrat Richard Waringer (von links).

„Wir können nur verhindern, dass sich die Vergangenheit wiederholt und die Verbrechen der Nazis vergessen werden, wenn wir aktiv etwas tun“, so der 18-jährige Herzogenburger Anton Spevak, Sohn der Kunsthistorikerin und ehemaligen Gemeinderätin Gabriele Stöger-Spevak und des Archivars, Historikers und Pädagogen am Wiener Stadt- und Landesarchiv, Stefan Spevak. Er hat beschlossen, sich zwischen Matura und Studium ein Jahr Zeit zu nehmen, um einen Beitrag zur Aufarbeitung des Nationalsozialismus und des Erinnerns an seine Opfer zu leisten (die NÖN berichtete ausführlich).

Das will Anton Spevak im ehemaligen Konzentrationslager in Ravensbrück, nördlich von Berlin, tun. Vor ihrem Einsatz absolvieren die Gedenkdiener eine vom Verein „Gedenkdienst“ organisierte geschichtliche und persönlichkeitsbildende Ausbildung. Da der Verein – politisch unabhängig – unterfinanziert ist, muss Spevak – so wie seine Kollegen – 1.500 Euro aufbringen, um die Arbeit beginnen zu können. Damit dies etwas leichter geht, hat vergangene Woche die Junge Generation der SP einen Scheck über 200 Euro übergeben.