Kleiner Saftstand mit großem Mehrwert. Jungschar verkaufte auch heuer wieder köstliche Getränke, die Einnahmen fließen einem karitativen Zweck zu.

Von Hans Kopitz. Erstellt am 07. September 2017 (15:17)
Moritz und Marco Gusenbauer machten gemeinsam mit Jana Müllner (von links) Dienst am Saftstand.
NOEN, Hans Kopitz

Hinter dem Kirchenplatz-Eingang zu den NÖ Kindersommerspielen steht schon seit vielen Jahren der Saftstand der Jungscharkinder, die in Herzogenburg „Wakaiuks“ heißen. Dort kann man um wenig Geld - 30 Cent für den kleinen Becher und 50 Cent für den großen Becher - mit einem selbst angemachten Saft seinen Durst löschen.

Mit den Einnahmen dieses von Kindern betriebenen Standes wird jedes Jahr ein karitatives Projekt unterstützt. So wurde zum Beispiel vor einigen Jahren ein Brunnen in Äthiopien finanziert, der hunderte Menschen mit sauberem Wasser versorgt - oder das Geld Pater Klaus Laireiter übergeben, der mit seiner Organisation „para-ninos“ Kindern in Bolivien hilft, die kaum Zukunft haben, weil sie hoffnungslos unterernährt und krank sind.

Für Gemeindezentrum im Norden Albaniens

Heuer gehen die Einnahmen an das Gemeindezentrum „Today for the Future“ in Puka im Norden Albaniens. Hier gibt es kaum Betriebe und das Leben ist von hoher Arbeitslosigkeit geprägt. Das hat auch für Kinder weitreichende Folgen, weil es außerhalb der Familie wenig soziale und medizinische Betreuung gibt. In den Familien haben Männer das Sagen, was Frauen und junge Menschen einengt.

In diesem Gemeindezentrum werden Kinder und Jugendliche, Mütter und ältere Menschen betreut, es gibt Bildungsangebote, Gesundheitsvorsorge, Rechtsberatung und Unterstützung bei sozialen und wirtschaftlichen Problemen.

Vorbildwirkung für die ganze Region

Und das Wichtigste: Projekte, die das Selbstbewusstsein stärken, bei der persönlichen Entwicklung unterstützen und Vorbildwirkung für die ganze Region haben. Auch die albanische Jugendgruppe, die bei der Eröffnung der Kindersommerspiele in der Arena ihren bunten Kostümen zum Tanzen einlud und auch schon einige Tage vorher bei den Vorbereitungen mithalf, engagiert sich in ihrer Heimat für Jugendhilfe.