Kundgebung: Kampf gegen Lebensmittelverschwendung. Rund ein Drittel aller Lebensmittel landet im Müll: Eine Gruppe von engagierten Jugendlichen hat die Passanten am Herzogenburger Rathausplatz auf das „Foodsharing“ aufmerksam gemacht.

Von Hans Kopitz. Erstellt am 15. Mai 2021 (14:07)
Aktion am Rathausplatz: Stadtrat Kurt Schirmer, Daniela Haunold, Samuel Ziselsberger, Lukas Wenighofer und Alina Weixlbaum (von links).
Hans Kopitz, Hans Kopitz

Sie ist zwar Vorstandsmitglied bei der Sozialistischen Jugend, doch Alina Weixlbaum legt Wert darauf, dass die jüngste Kundgebung am Rathausplatz ohne Parteihintergrund zu sehen ist: „,Foodsharing‘ liegt mir einfach am Herzen.“

Die Aktion, mit der eine Gruppe Jugendlicher darauf aufmerksam machen wollte, dass rund ein Drittel aller Lebensmittel im Müll landet, musste als Kundgebung bei der Behörde angemeldet werden, sogar die Polizei war zwecks Kontrolle vor Ort. Was machten die Jugendlichen? Sie schrieben mit Kreide auf den Boden vor dem Rathaus, was man gegen Lebensmittelverschwendung tun kann. Und so lasen die Zuschauer Ratschläge wie: Fairteilen statt verderben, Wegwerfstopp für Supermärkte – oder: Bewusster und regionaler einkaufen.

„Wir wollen auf ,Foodsharing‘ aufmerksam machen, dessen Haupttätigkeit es ist, übrig gebliebene Lebensmittel von teilnehmenden Betrieben abzuholen und vor der Tonne zu bewahren“, erklärten die Jugendlichen den Passanten. Das passiert etwa durch Kühlschränke an öffentlich zugänglichen Orten – sogenannte Fairteiler –, zu denen freiwillige Mitarbeiter Lebensmittel von Betrieben hinbringen, auch Privathaushalte können Waren liefern, die dann frei zur Verfügung stehen. Auch im Jugendzentrum am Roseggerring wird in der nächsten Zeit so ein Fairteiler – ein Raum mit Kühlschrank und Regalen, der gerade adaptiert wird – zu finden sein. So will man in Herzogenburg der Lebensmittelverschwendung den Kampf ansagen.