NÖKISS 2020: Mini-Format hat überzeugt. Dank der Verantwortlichen gilt den Gästen, aber auch den zahlreichen Künstlern.

Von Hans Kopitz. Erstellt am 11. September 2020 (03:47)
Niklas und Felix betätigten sich als Baumeister, was ihnen vortrefflich gelungen ist. Trotz Mini-Format boten die Kindersommerspiele auch heuer wieder ein vielfältiges Programm.
Hans Kopitz

Die NÖ Kindersommerspiele 2020 sind Geschichte. Am vergangenen Sonntag ging das beliebte sechstägige Kinder-Kulturfestival zu Ende – und es war, obwohl heuer in der Coronazeit wirklich alles anders war, als es die Besucher von den Jahrzehnten zuvor kannten, ein Fest, bei dem die Kinder im Mittelpunkt standen.

Obwohl es keine glanzvolle Eröffnung, keine Arena mit zahlreichen Aktivitäten am Kirchenplatz, keinen Müller-Zauberzirkus, keine Suche nach dem Herzogenburger Superstar sowie insgesamt wenig Jubel, Trubel, Heiterkeit gab, war es ein Fest, das einfach zur „Stadt mit Lebensqualität“ dazugehört, auf das man auch in diesen Zeiten nicht verzichten wollte.

„Ob die Nökiss in der ursprünglichen Form heuer überhaupt denkbar sind, ist derzeit noch sehr unklar. Wie müssen uns darauf einstellen, dass es heuer entweder gar keine Nökiss geben wird oder vielleicht nur ein Wochenende in verkürzter Form“, gab Anfang April der Sprecher des Leitungsteams, Andreas Kickinger, bekannt. Als bei der Generalversammlung im Juli dann entschieden wurde, dass heuer die Nökiss – zwar als Mini-Nökiss – über die Bühne gehen werden, sagte auch Propst Petrus Stockinger: „Egal, wie das Leitungsteam entscheidet, ich stehe voll dahinter.“

Nach einem gar nicht so schlechten ersten Wochenende, bei dem das Wetter hielt. Das Mobile Kindertheater, Bernhard Fibich, Schneck + Co., Loris Liederbaum mit der tierischen Waldtierkombo und Mai Cocopelli begeisterten die Kinder.

Vom Zauberland bis zum afrikanischen Märchen

Am vergangenen Wochenende stellte Marko Simsa mit dem Ensemble „KlezmerReloaded“ die Lebensfreude in den Mittelpunkt. Bertram Mayer lud die Kinder auf einen fantasievollen Streifzug durch die die vier Jahreszeiten. Herbert & Mimi, die die jüngsten Besucher in ihr Zauberland führten, das Theatro Piccolo, das afrikanische Märchen vom Hasen und dem Elefanten über Gerechtigkeit und Gier erzählte, und die Märchenerzählerin Ursophon, die mit Musik ihre Erzählungen auflockerte, sorgten ebenso für Begeisterung. Ein Höhepunkt war auch die Lagerfeuermesse.

„Ich möchte an großes Danke aussprechen – an die Besucher, als auch an die Künstler, die gemerkt haben, dass es heuer hier etwas anderes als sonst zugegangen ist. Was uns allen abgegangen ist, war der große ,Treffpunkt Nökiss‘, bei dem einander Groß und Klein näherkommen. Das war heuer durch die Besucherbeschränkung nicht möglich“, erklärt Andreas Kickinger.