NÖKISS-Team zieht zufriedene Bilanz. Rund 16.500 Besucher sind an den beiden Wochenenden verzeichnet worden.

Von Hans Kopitz. Erstellt am 05. September 2017 (05:45)
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Die kleine Anna griff bei ihrem Kunstwerk zum traditionellen Pinsel, während andere Kinder die „moderne“ Form mit dem Fliegenpracker wählten.

Mit einer großartigen Abschluss-Show, die witterungsbedingt nicht in der Arena am Kirchenplatz, sondern ins Zirkuszelt verlegt wurde, gingen am vergangenen Sonntag die 46. Kindersommerspiele zu Ende. Viele tausende Kinder bevölkerten bei diesem sechstägigen Fest an den beiden letzten Ferienwochenenden das Gelände im und rund um das Stift und erfuhren dabei nicht nur viele neue Freundschaften, sondern auch, wie schön alles sein kann, wenn man es gemeinsam erlebt.

Das Thema heuer war „Aufgedreht und abgefahren“, ein Thema, in das man viel hineininterpretieren kann; was schlussendlich auch geschehen ist. Neben altbewährten Künstlern, die schon seit Jahren, wenn nicht seit Jahrzehnten, ihr Stammpublikum haben - wie Müllers Zauberzirkus oder der Kinderliedermacher Bernhard Fibich, dessen Konzerte schon fast Legende sind - gab es heuer auch Künstler, die schon lange nicht oder noch nie bei den Nökiss waren.

So war heuer „Ballonmann“ Otto il Bassotto aus Italien am ersten Wochenende gemeinsam mit die Tanz- und Schauspielschule „Iyasa“ aus dem Süden Afrikas der große Renner, während Josefine Merkatz‘ Figurentheater, die zwei jungen tschechischen Athleten Michal Pirek und Lukas Cerny auf der Slackline und der internationale Straßenkünstler Claudio Mutazzi die zahlreichen Nökiss-Besucher begeisterten.

Wer bastelt besser? Kinder oder Väter?

Jeden Vormittag wurden neben Wettbewerben wie die Wuzzelmeisterschaft, die Familienrallye, Papierwettfliegen, Riesenmikado oder Blumenstecken, rund zehn verschiedene Werkstätten angeboten, wo man Interessantes dazulernen konnte. Die riesige Auswahl reichte von „Tanzen wie die Stars“ über die Reise in die abgefahrene und aufgedrehte Urgeschichte, Akrobatik, Kickboxen und Wetterkunde bis zu Rope-Skipping und Golfen.

Seine Stammgäste hatten auch das Kreativdorf, wo man alles - wirklich alles - basteln konnte und wo sogar viele Eltern, vor allem Väter, ganz verbissen die Kinder zu übertrumpfen versuchten, und natürlich der Zirkus, wo der Zirkusdirektor Alexander Schneller, der einst in Herzogenburg im Zirkuszelt getauft worden war, heuer zum ersten Mal zu drei Vorstellung täglich einlud. Und es waren nicht wenige Kinder, die jeden Tag drei Mal die Zirkusvorstellung besuchten.

Die großen Stars waren aber heuer die Gewinner, die bei der Arena-Aktion „Herzogenburg sucht den Superstar“ mitmachten. Es waren die „Lion-Pops“, eine Artistengruppe von acht Herzogenburger Mädchen, gefolgt von der „verhexten“ Sängerin Elisa und der Turnerin Fabienne.

Wetter spielte nicht ganz mit

„Wir waren heuer wieder sehr zufrieden, auch wenn uns das zweite Wochenende Petrus mit dem Wetter ein bisschen hängen ließ. Aber den Kindern macht der Regen eigentlich gar nicht so viel aus, es sind hauptsächlich die Erwachsenen, die er stört. Aber schätzungsweise 16.500 Besucher - die genaue Anzahl muss erst errechnet werden - sprechen eine deutliche Zahl“, so der Sprecher des Leitungsteams, Andreas Kickinger.

Er bedankte sich bei der Abschluss-Show beim Hausherrn, Propst Maximilian Fürnsinn, der sein Haus wieder sechs Tage zur Verfügung gestellt hat und dankte den vielen Freiwilligen, die mitgeholfen haben, dass die Besucher nicht nur ein tolles Programm, sondern zahlreiche Schmankerln genießen konnten - und die jeden Tag früh unterwegs waren, um den zahlreichen Müll einzusammeln, der sich zwangsweise bei dieser Besucheranzahl ergibt.