Herzogenburg trauert um Thomas Schneider. „Tom“ war mit seinem Motorrad unterwegs, als ihn ein Auto erfasste. Für den lebensfrohen Mann kam jede Hilfe zu spät.

Von Alex Erber und Hans Kopitz. Erstellt am 20. September 2016 (05:00)
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Eine Horrormeldung hat sich am Dienstag-Vormittag wie ein Lauffeuer durch die ganze Stadt verbreitet. Thomas Schneider (48) ist bei einem schrecklichen Verkehrsunfall getötet worden.

Der Werbegrafiker war gegen 6.40 Uhr mit seiner Harley Davidson auf der Landesstraße 100 im Gemeindegebiet von Paudorf Richtung Krems unterwegs.

Zur gleichen Zeit lenkte Stefan G. aus Krems seinen Audi in die entgegengesetzte Richtung. In einer Kurve kam der Wagen des 27-Jährigen aus bisher ungeklärter Ursache auf die gegenüberliegende Fahrbahn. Der Biker wurde vom Auto mit voller Wucht erfasst und zu Boden geschleudert. Thomas Schneider erlitt durch den Zusammenprall schwere Verletzungen. Er wurde mit dem Notarzthubschrauber ins Universitätsklinikum Krems geflogen, wo er kurz darauf verstarb.

Abschied erfolgt am 21. September

Am Mittwoch, 21. September, nehmen die Herzogenburger ab 14 Uhr in der Aufbahrungshalle Abschied von Tom Schneider, denn er kannte viele - und viele kannten ihn. „Wen die Götter lieben, lassen sie jung sterben“, dichtete Titus Maccius Plautus schon im 3. Jahrhundert vor Christus - und wer Tom als besonnenen, immer freundlichen, fröhlichen und hilfsbereiten Menschen kannte und schätzte, denkt an diese Redewendung. Am Boden zerstört sind vor allem seine Eltern - sein Vater ist schwer krank und seiner Mutter wurde durch diesen Unfall das Herz gebrochen - und seine Lebenspartnerin Elisabeth mit zwei Kindern, die es noch immer nicht fassen können.

Thomas Schneider war Feuerwehrmann mit Leib und Seele, deswegen sind Erschütterung und Trauer bei Kommando und Mitgliedern besonders tief: „Er war unser Kamerad, für den größten Teil der Feuerwehr aber nicht nur Kamerad, sondern ein Freund fürs Leben, mit dem man sprichwörtlich Pferde stehlen konnte. Wir wissen, er wird in Zukunft immer ein wachsames Auge auf seine Kameradinnen und Kameraden haben und in Gedanken bei uns sein“, heißt es in einem bewegenden Nachruf.

„Im Sinne von Thomas bitten wir bei der Verabschiedung am Friedhof um fröhliche Bekleidung“: Dieser Satz auf der Parte sagt viel über sein Leben aus, das am Dienstag viel zu früh geendet hat.

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