Perchtenlauf als höllisches Spektakel. Hunderte Besucher strömten auf den Kirchenplatz und ließen sich auch vom Regen nicht beirren.

Von Hans Kopitz. Erstellt am 04. Dezember 2018 (03:55)
Aus ganz Österreich kamen die Gruppen, die sich im Feuerwehrhaus umzogen und dann in der Kirchengasse Aufstellung nahmen.
NOEN

Der schaurig-schöne Perchtenlauf, der nicht wie angekündigt am Rathausplatz, sondern wie der Adventmarkt auch am vollgesteckten Kirchenplatz über die Bühne ging, bildete den Abschluss des „G’miatlichen Advents“.

Nachdem der Nikolaus rund 120 Sackerl an die braven Kinder ausgeteilt hatte – es gibt ja keine schlimmen Kinder, sondern nur Erwachsene mit schlechten Nerven -, tobten der Reihe nach 13 Gruppen über den Platz und schreckten die Besucher, die hinter den Absperrungen warteten, mit ihren Peitschen und Ruten. Eine Gruppe kam sogar aus der Schweiz.

Es war im wahrsten Sinne des Wortes ein Höllenspektakel, der die Besucher begeisterte. Nur schade, dass es kurz nach Beginn zu regnen begann. Wenn man in der Menge drinnen stand und bis zum Schluss aushielt, musste dann völlig durchnässt nach Hause gehen. Es dürfte aber trotzdem niemand den Besuch bereut haben.

In Region stehen nun noch die Perchtenläufe in Wölbling (7. Dezember) und am „Eisteich“ in Traismauer (15. Dezember) am Programm. Während sie hierzulande gesittet über die Bühne gehen, gibt es in anderen Bundesländern auch Alkohol- und Gewaltexzesse. „Sind Perchtenläufe noch zeitgemäß“, lautet daher die brandaktuelle Umfrage auf NÖN.at.

Umfrage beendet

  • Sind Perchtenläufe noch zeitgemäß?