Polizisten holten ukrainische Diebesbande aus Bett. Drei Einbrecher gingen in Wien ins Netz, Komplizen nahm man in Herzogenburg fest.

Von Alex Erber. Erstellt am 17. April 2019 (04:23)
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Symbolbild

Nein, besonders clever hat sich ein Quartett nicht verhalten, das sich in einem Hotel in der Stiftsstadt einquartierte. Die Männer kamen mit einem Auto, das sie in Polen gemietet hatten, nach Herzogenburg.

Am nächsten Tag fuhr ein Trio nach Wien, wo es in verschiedenen Bezirken potenzielle Einbruchsobjekte in etlichen Wohnhäusern ausspionierte. Dabei gingen die Kriminellen derart laienhaft vor, dass eine Polizeistreife auf sie aufmerksam wurde. In der Folge war ihnen die „Begleitung“ durch Beamte der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS) gewiss. Die Ermittler staunten nicht schlecht, denn im Gegensatz zu anderen Einbrechern suchten die Männer förmlich nach Objekten mit Sicherheitstüren. „Sie vermuteten dahinter offenbar große Beute“, erklärt ein Polizeisprecher im NÖN-Gespräch.

Nachdem sie in Döbling und Favoriten zwei Mal an der Sicherheitstür gescheitert waren, gelang es in Donaustadt schließlich, eine Türe zu knacken. Wenige Sekunden später folgte der Zugriff durch die Polizei, ein Ukrainer (23), ein Russe (25) und ein Georgier (29) wurden verhaftet. In den Abendstunden ist auch der vierte mutmaßliche Täter, ein Ukrainer (32), im Herzogenburger Hotel aus dem Bett geholt und festgenommen worden. Er leistete keinerlei Widerstand.

Bei dem Quartett ist diverses Diebesgut sowie Einbruchswerkzeug sichergestellt worden.