Rad-Unfall sorgt für Rätsel. 49-jährige Radfahrerin kam in der Rosengasse zu Sturz. Noch am Unglücksort erzählte sie von einem Pkw, der sie angefahren habe. Doch das könnte gar nicht stimmen.

Von Thomas Werth. Erstellt am 08. Oktober 2019 (04:01)
Hans Kopitz
In der Rosengasse wurde eine Radfahrerin nach einem Sturz verletzt. Derzeit ist unsicher, ob am Unfall auch ein Pkw beteiligt war, wie die Frau zunächst beteuerte.

Offenbar ernsthaft verletzt wurde vergangenen Mittwochabend eine Radfahrerin in der Rosengasse aufgefunden. Die 49-Jährige, die kaum ansprechbar war, wurde laut eigenen Aussagen von einem vermutlich weiß lackierten Pkw erfasst.

Passiert war der Unfall bei der Einfahrt zum Billa-Parkplatz. Passanten erzählten der Polizei, dass sie dort gegen 19.15 Uhr etwas am Boden liegen sahen. Alarmiert wurden die Einsatzkräfte aber bereits zuvor von einem noch unbekannten Pärchen, das Erste Hilfe geleistet haben dürfte, vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte aber bereits verschwunden war.

Die Ermittlungen gestalteten sich für die Polizei zunächst äußerst schwierig. Am Unfallort verlor die Radfahrerin immer wieder das Bewusstsein. Sie wurde in das Universitätsklinikum St. Pölten gebracht, wo allerdings keine ernsten Verletzungen festgestellt wurden.

Erst am nächsten Tag konnte die Polizei mit der 49-Jährigen sprechen. Und ihre Aussagen lassen nun ernsthaften Zweifel aufkommen, ob es tatsächlich einen beteiligten Pkw gegeben hat. Laut Polizei ist es durchaus möglich, dass die Frau ohne Fremdeinwirkung zu Sturz gekommen war. Ob Alkohol im Spiel gewesen war, konnte die Polizei nicht bestätigen. Am Unfallort selbst sei jedenfalls aufgrund des Zustands der 49-Jährigen kein Alko-Test möglich gewesen.

Nichtsdestotrotz fahnden die Exekutivbeamten auch weiterhin nach dem weißen Fahrzeug. Sie ersuchen daher Zeugen, sich mit der Polizeiinspektion Herzogenburg unter der Telefonnummer 059133/3165 in Verbindung zu setzen.