Betrug mit Handys und Einbrüche. Burschen (19, 20) arbeiten sich emsig durch das Strafbuch. Richter vertagt den Prozess.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 14. August 2018 (04:30)
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Einbrüche in Wettlokale in Herzogenburg und St. Pölten gehen auf das Konto von mehreren Jugendlichen, einige der Burschen mit Migrationshintergrund wurden bereits verurteilt, drei im Alter von 19 bis 20 Jahren mussten vergangene Woche wegen der Verbrechen der gewerbsmäßigen Einbruchsdiebstähle in einem Prozess am Landesgericht Rede und Antwort stehen.

Dem 19-jährigen St. Pöltner und dem 20-jährigen Herzogenburger wurde auch schwerer gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen. Der 19-Jährige soll über das Internet 60 Mal hochpreisige Handys unter falschem Namen bestellt und nicht bezahlt haben. In 55 Fällen blieb es aber beim Versuch, weil die Handys nicht geliefert wurden. Bei weiteren 17 Bestellungen soll der 20-Jährige mitgemacht haben. Geständig dazu sind die Angeklagten nicht.

„Durch das WC-Fenster sind die Einbrecher in das Wettlokal in Herzogenburg eingestiegen. Die Spielautomaten standen in einem Hinterzimmer, 10.000 Euro sollen in den Automaten gewesen sein. Wer diese aufgestellt hat, konnte nicht eruiert werden, ich vermute, sie waren nicht ganz legal“, erzählt ein Ermittler vor einem Schöffensenat. Und er sagt weiters: „Auf einem Video sieht man, wie einer der Täter mit Kapuze vermummt die Überwachungskamera wegdreht.“

Fünf Zeugen bleiben dem Prozess am Landesgericht unentschuldigt fern. Der vorsitzende Richter vertagt.