Nach Diebestour: „Habe Gnade vor Recht ergehen lassen“. Zwei Burschen stiegen in Wettlokale ein und ergaunerten Mobiltelefone. Vor Gericht kommen sie mit bedingten Strafen davon.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 09. April 2019 (15:29)
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Symbolbild

Emsig arbeiteten sich ein Herzogenburger (20) und ein St. Pöltner (19) durch das Strafgesetzbuch. Über ein Jahr lang beschäftigten sie schon mit Prozessen das St. Pöltner Landesgericht.

Einbrüche in einen Sportverein in Herzogenburg und ein Wettlokal in St. Pölten sollen, wie berichtet, auf das Konto des 20-Jährigen gehen. Allein 10.000 Euro dürfte er bei Coups in Herzogenburg gemeinsam mit bereits verurteilten Mittätern erbeutet haben.

Auch schwerer gewerbsmäßiger Betrug wird zur Last gelegt. Über das Internet soll der 19-Jährige 60 Mal hochpreisige Handys unter falschem Namen bestellt und nicht bezahlt haben. In vielen Fällen blieb es beim Versuch, weil die Handys nicht geliefert wurden. Bei weiteren 17 Bestellungen soll der 20-Jährige mitgemacht haben.

Nach umfangreichem Verfahren steht Schuld des Duos für den Richter fest.

Für den Herzogenburger setzt es zwei Jahre bedingt, der St. Pöltner fasst zehn Monate auf Bewährung aus (rechtskräftig). Weil sich die Burschen in den vergangenen zwei Jahren „wohl verhalten haben, habe ich Gnade vor Recht ergehen lassen“, so der Richter.

Und zu den Einbrüchen: „Das waren dubiose Lokale, in denen offenbar illegales Glücksspiel betrieben wurde. Zeugen konnten nicht sagen, wie viel Geld in den Automaten war. Sie haben sich gewunden wie Aale.“