Neuem Partner der Ex gedroht: „Es wird einen Toten geben“

54-Jähriger verkraftete das Ende seiner Beziehung nicht. Seiner „Ex“ kündigte er blutige Attacke auf neuen Lebensgefährten an.

Erstellt am 24. November 2021 | 04:38
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Foto: Shutterstock.com, GlebSStock

Wegen versuchter Nötigung und unbefugtem Besitz von Waffen muss sich ein 54-Jähriger bei einem Prozess am Landesgericht St. Pölten verantworten.

Der Mann, er hat sieben Jahre an der Technischen Universität Wien studiert, befand sich in einer Lebensgemeinschaft, aus der zwei Kinder hervorgingen, für die er gegenwärtig jeweils 1.200 Euro Unterhalt bezahlt.

Die Beziehung ging zu Bruch. Aus allen Wolken sei er gefallen, als er wahrnahm, dass die Frau eine neue Beziehung eingegangen ist: „Ich war völlig geschockt“, gibt er vor Gericht zu Protokoll.

Entschuldigung erwartet: „Das Gegenteil war der Fall“

Jedenfalls hat der bislang Unbescholtene der 50-Jährigen telefonisch angedroht, er würde ihren neuen Freund erschlagen: „Es wird einen Toten geben.“

Der gegenwärtige Mann an der Seite der Frau, ein Psychiater, griff zum Telefon, wartete auf eine Entschuldigung: „Das Gegenteil war der Fall, er sagte, ich könnte auch die Cobra oder Wega rufen, das sei ihm ganz egal.“

Die Situation habe er bedrohlich eingeschätzt, zumal er gewusst habe, dass sich im Anwesen des Mannes Waffen befinden.

Die Richterin verurteilt den 54-Jährigen zu acht Monaten bedingt (nicht rechtskräftig).