Subvention für Rathaus-Umbau: „Eine riesige Frechheit!“. SP-Bürgermeister Franz Zwicker handelte mit VP-Altlandeshauptmann Erwin Pröll 700.000 Euro für neues Rathaus aus. Jetzt soll „Geldsegen“ von Prölls Nachfolgerin kommen.

Von Alex Erber. Erstellt am 01. August 2017 (05:49)
Sind Erich Hauptmann und Johanna Mikl-Leitner für den „Geldsegen“ verantwortlich? SP-Bürgermeister Franz Zwicker sagt klar „Nein!“
NOEN, NÖN

Ein Flugblatt der VP, das kürzlich in die Haushalte flatterte, hat SP-Bürgermeister Franz Zwicker erzürnt. Darin wird vermittelt, dass VP-Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und VP-Wirtschaftsstadtrat Erich Hauptmann für eine 200.000-Euro-Gabe des Landes an die Stadt verantwortlich seien. Es soll sich um eine Subvention für den Rathaus-Neubau handeln.

Stadtchef Zwicker: „Das ist doch eine riesige Frechheit! Die Subvention des Landes beträgt 700.000 Euro. Diesen Betrag habe ich mit VP-Landeshauptmann Erwin Pröll ausverhandelt. Dabei wurde vereinbart, dass das Geld in mehreren Tranchen überwiesen wird. Nun ist ein 200.000-Euro-Betrag fällig gewesen. Mikl-Leitner und Hauptmann haben damit überhaupt nichts zu tun.“

Es wäre schön gewesen, so Zwicker, wenn es sich um zusätzliche 200.000 Euro gehandelt hätte: „Hat es aber nicht. Es ist eben dieser Teilbetrag von den insgesamt 700.000 Euro. Der Bevölkerung werden völlig falsche Tatsachen suggeriert.“

„Keine Aktion der VP Herzogenburg“

VP-Stadtrat Erich Hauptmann stellt zunächst einmal fest, dass es sich „um eine Aktion der Landes-VP gehandelt hat. Das war keine Aktion der VP Herzogenburg. Solche Bilder sind auch mit Politikern aus anderen Gemeinden angefertigt und danach im ganzen Land verbreitet worden.“

Zwicker solle das Ganze sportlich nehmen: „So funktioniert politische Werbung nun einmal. Im Übrigen war ich beim Gespräch mit Erwin Pröll auch dabei und meiner Initiative ist es zu verdanken, dass wir 100.000 Euro zusätzlich bekommen haben, denn erst war die Rede von 600.000 Euro.“

Hauptmann kann sich eine weitere Breitseite gegen Zwicker nicht verkneifen: „Er soll sich einmal die ,Herzogenburger Stadtnachrichten’ anschauen, da kann von Überparteilichkeit keine Rede sein, das ist eine reine SP-Stadtzeitung. Also habe ich auch immer einen Grund zum Ärgern.“