Terror in Großbritannien: Pummers Flucht aus London. Junger Künstler stellt in englischer Hauptstadt aus. Sein geplanter Urlaub fiel einem Anschlag zum Opfer.

Von Hans Kopitz. Erstellt am 26. September 2017 (05:34)
NOEN, Adrian Dennis/AFP
Die U-Bahn in der oberirdischen Station „Parsons Green“ kam aufgrund einer Verpuffung eines Sprengsatzes zum Stillstand.

Dem jungen Herzogenburger Künstler Georg Pummer widerfuhr eine Auszeichnung: Zwei Bilder von ihm sind in der Londoner Galerie „Saatchi“ ausgestellt. Gemeinsam mit seiner Schwester Sandra Pfeffer besuchte er diese Ausstellung und wollte ein paar Tage anhängen. Der jüngste Terroranschlag machte ihm einen Strich durch die Rechnung.

In der oberirdischen U-Bahn-Station „Parsons Green“ hatte ein vorerst unbekannter Täter einen Sprengsatz gezündet. 30 Passagiere wurden verletzt. Mehrere Männer sind in Zusammenhang mit dem Anschlag mittlerweile verhaftet worden.

„Es wurde alles ziemlich hektisch und auch die Unsicherheit und Angst wurden immer größer. Kein Mensch traute sich mehr in die U-Bahn.“ Georg Pummer:

Der Künstler und seine Schwester disponierten kurzfristig um: „Wir wollten nur mehr nach Hause“, erzählt er im NÖN-Gespräch. Das Duo nahm ein Taxi und flog bei der nächsten Gelegenheit nach Hause: „Hier fühlen wir uns sicher.“

Die neueste Schöpfungsreihe von Georg Pummer visualisiert übrigens das dunkelste Kapitel aus seiner „Resistance-Omega“-Serie. Sie trägt den Namen „Ground Zero“, welcher für den Nullpunkt in der nuklearen Kriegsführung steht - oder mit anderen Worten: Der Punkt, in welchem seit Anbeginn der Menschheit der größte Schaden angerichtet wird. Hier zeigt der Künstler die selbstzerstörerischen Abgründe des menschlichen Schaffens und dessen weitreichenden Folgen, welche in einer Trilogie den Betrachtern veranschaulicht werden.

„Wir wollten nur mehr nach Hause“

„Resistance Omega“ knüpft an die einst von Georg Pummer erschaffene Serie „Evolution Alpha - Omega“ an. Auch diese Bilderreihe thematisiert den ständig größer werdenden Konflikt zwischen Mensch und Natur. Fehlverhalten gegenüber der Umwelt, ausgelöst vom Menschen selbst, produziert durch die Gier nach Macht und Besitz.

Derzeit bereitet sich der Künstler auf die „Tage der offenen Ateliers“ vor, die heuer am 14. und 15. Oktober über die Bühne gehen.