Vier Stunden Unterhaltung bei den Faschingssitzungen. Die Oberndorfer Gilde sorgte wieder für Angriff auf die Lachmuskeln.

Von Hans Kopitz. Erstellt am 27. Januar 2018 (03:10)
Gildenpräsident Erich „Bauchi“ Böck brachte Narreteien: von Donald Trump bis „Metoo“.
NOEN

Gesteckt voll war am vergangenen Donnerstag der Volksheim-Saal bei der Generalprobe zu den heurigen Faschingssitzungen. Dazu werden jedes Jahr die Bewohner des Pflege- und Betreuungszentrums und die Mindestrentner der Stadt eingeladen, die auch eine Jause bekommen.

Doch auch bei den ersten beiden Sitzungen, am Samstag und Sonntag, war kein freier Platz zu finden und die Besucher, die aus nah und fern kamen, amüsierten sich nicht nur, sondern lachten meist laut heraus und sparten auch nicht mit Zwischenapplaus.

Volles Programm für die Lachmuskeln

Unter dem Motto „Benvenuto in Italien“ schwebte Gildenpräsidentin Gerti Frühwirth zu Beginn in einer Gondel über die Bühne und dankte allen Personen, die mitgeholfen haben, dass diese Veranstaltungen zu einem Erfolg werden.

Nach dem schwungvollen Beginn mit den „Tanzmäusen“ nahm – wie immer – Büttenredner Erich Böck die Neuigkeiten aufs Korn, die der Bevölkerung im abgelaufenen Jahr beschert worden waren – von der türkis-blauen Regierung bis zum Rathaus mit der Zellulite-Fassade.

Welche Schwierigkeiten es gibt, wenn Chef und Arbeiter auf Facebook mit einander befreundet sind, zeigten Erich und Regina Track, und die Zwillings-Lästermäuler Annemarie Kovac und Ingrid Vermeulen behaupteten, dass ein Schönheitschirurg dasselbe macht, wie ein Änderungsschneider.

Einen Riesenapplaus erntete das Streichquartett, das die „Unvollendete von Blatt“ spielte, bevor Regisseuer Josef Köber und Erich Böck „System in die Sache“ brachten.

Baustellenwitze erzählten die beiden „Alten“ Georg Högl und Dominik Kraushofer, die nicht nur ihr Essen am Krisenherd kochten, sondern unbedingt ins Heim wollten, Peter Schrefl drehte einen Casanova-Film mit Publikumsbeteiligung und die Wurzls, die aufs Gschnas gingen, sprachen über den Unterschied von Chromosomentempel und Schneewittchensyndrom.

Vier Stunden Lachen ohne Pause

Die Stadtnachrichten behaupteten, dass es keinen Heurigen in der Stiftsstadt gibt, sondern nur Kebab-Stände, beanstandeten, und stellten fest, dass von den 400 Kreisverkehren in NÖ vier in Herzogenburg und die restlichen 396 in Tulln sind.

Vier Stunden Lachen ohne Pause sind garantiert – und wer es noch nicht erlebt hat, der hat kommendes Wochenende, Freitag, Samstag und Sonntag, Gelegenheit, es nachzuholen.