Werke von Pummer für Preis nominiert. Herzogenburger (35) ist im Rennen um den „Kitz-Award 2018“. Seine Bilder erregen auch Interesse in der internationalen Fachwelt.

Von Hans Kopitz. Erstellt am 16. August 2018 (05:41)
„Meine Werke bringen Themen, die mich beschäftigen spontan auf den Untergrund. Der persönlich erlebte Konflikt zwischen Menschen und Natur treibt mich an, durch meine provokative Ausdrucksweise ein Umdenken zu erzielen“, so Georg Pummer, im Bild mit „Maybe death is a gift“.
privat

Erneute Würdigung für den aufstrebenden Künstler Georg Pummer. Seine zweiteilige Porträtserie „Maybe death is a gift“ (Vielleicht ist der Tod ein Geschenk) ist für den „Kitz-Award 2018“ nominiert worden.

Dieser Kunstpreis wurde 2012 in Kitzbühel vom Förderverein „Kitz Art“ ins Leben gerufen und feiert heuer sein sechsjähriges Jubiläum. Jedes Jahr bewertet eine fachlich hoch qualifizierte Jury innovative Werke von aufstrebenden und arrivierten Künstlern, die in der internationalen Kunstlandschaft wegweisend sind. Die Bekanntgabe der Preisträger wird im November erfolgen. Die Würdigung der Gewinner mit Präsentation der ersten zehn Preisträger, geht im Rahmen der „Art-3- Kunstkatalog“-Vorstellung im Museum St. Johann in Tirol in Szene.

„Die Werke ,Maybe death is a gift‘ repräsentieren einen Gefühlszustand im Leben eines Menschen, der den Tod als Teil des Lebens vor Augen hat. Bei diesen Exponaten spiegeln sich auch meine eigenen Erlebnisse der jüngsten Vergangenheit wieder, die mich zu der Frage führten: Darf der Tod auch als Geschenk betrachtet werden und wenn ja, zu welchem Zeitpunkt? Ohne Leben kein Tod – ohne Tod kein Leben. Darf bei diesem natürlichen Kreislauf nur das Leben als gut und achtbar angesehen werden oder muss auch der Tod als gleichwertig betrachtet aufkommen?“, fragt der 35- jährige Herzogenburger.

Die Werke sollen zur Selbstreflexion anregen

Die mit Sicherheit zu einem großen Teil beschwerlichen Emotionen, die diese beiden Werke vermitteln, sollen durch ihre differenzierte Darstellung den Betrachter zur Selbst-Reflexion anregen und auch die Frage aufwerfen: Wo sehe ich mich im ewigen natürlichen Kreislauf, wie gehe ich damit um und will ich durch mein zukünftiges Handeln etwas verändern?

Für Georg Pummer ist es ein bewegtes Jahr. Nach Ausstellungen in London, New York und Shanghai ist er für das Porträt aus seiner Serie „Nothing is Forever“ in Florenz mit dem Leonardo-da-Vinci-Preis ausgezeichnet worden. Konsequenz war eine Einladung zur Biennale in Venedig, wo er für eines von seinen tiefgründigen Porträt-Werken wieder einen Preis einheimsen konnte. Danach folgten Ausstellungen in Frankreich – in Antibes und im Pariser Louvre – und für September steht eine Ausstellung in Ibiza an.

Außerdem zeigt eine Kuratorin und Kunstmanagerin, die junge talentierte Künstler fördert, ihr Interesse an dem Herzogenburger.