Axtmord: Jetzt sind die Gutachter am Zug. War der mutmaßliche Täter psychisch beeinträchtigt? Die Kriminalisten haben Anhaltspunkte zur Bejahung dieser Frage.

Von Alex Erber. Erstellt am 31. Januar 2017 (05:07)
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Shutterstock, Perutskyi Petro

Während die Kriminalisten ihre Arbeit rund um den Axtmord in Wölbling weitgehend beendet haben, sind nun die Gutachter um Zug. Sie sollen klären, ob der Verdächtige zum Tatzeitpunkt psychisch beeinträchtigt war. Florian Müllner (20), der im Verdacht steht, seinen Vater Franz (53) mit einer Axt getötet zu haben, hat in einer ersten Einvernahme erklärt, ein weißer Engel habe den Mord befohlen.

Die Staatsanwaltschaft hält sich bis zur endgültigen Erstellung eines psychiatrischen Gutachtens bedeckt. Es werde noch einige Wochen dauern, bis man endgültig Klarheit erlangt habe, heißt es.

Überstellung nach Mauer möglich

Aus Ermittlerkreisen sickert indessen durch, dass der mutmaßliche Täter nicht nur leicht, sondern sogar schwerst beeinträchtigt sein soll, was auf „exzessiven Drogen- und Alkoholkonsum“ zurückzuführen sein dürfte. Die Überstellung des Herzogenburgers in eine geschlossene Anstalt, etwa in die forensische Abteilung des Landesklinikums Mauer erscheint deshalb möglich, wie auch die Staatsanwaltschaft St. Pölten durchblicken lässt.

Mittlerweile macht in der gesamten Region eine Meldung die Runde, wonach Florian Müllner vor knapp zwei Jahren zum Islam konvertiert sei. Trotz aufwändiger Recherche kann diese Meldung nicht bestätigt werden. Sie ist daher vorerst in den Bereich der Gerüchteküche zuzuordnen.