Projekt soll Zukunft des Traisentaler Weines sichern. Um die Zukunft des Traisentaler Weines sicherzustellen, wird ein neues Projekt in Angriff genommen.

Von Günther Schwab. Erstellt am 19. Juni 2019 (03:01)
Günther Schwab
Treffen der Winzer im Schloss Traismauer: Tom Dockner, Sabine Bauer-Wolf (ÖWM), Katharina Horvath (ÖWM), Viktoria Preiß, Rudolf Hofmann und Josef Keiblinger (sitzend), Jochen Hromatka, Michael Schoderböck, Karl Vogl, Ludwig Neumayer, Herwald Hauleitner junior, Markus Huber, Johann Schöller, ÖWM-Geschäftsführer Willi Klinger, Roman Winter, Verena Dockner, Alexander Siedler, Erich Altenriederer junior, Bernhard Marton und Werner Schabasser (stehend, jeweils von links).

Im Schloss Traismauer wurde vor Kurzem die Sitzung des regionalen Weinkomitees Traisental und aller Ortsweinbauervereinsobmänner des Traisentals abgehalten.

Um auch in Zukunft die landschaftliche Schönheit als Zugpferd für den sanften Tourismus weiter nutzen zu können, sind infrastrukturelle Maßnahmen wie die Errichtung eines innovativen Bewässerungssystems für die Weingärten der Region für die Zukunft des Traisentals unerlässlich.

Auch wenn der heurige Mai sehr niederschlagsreich war, so war insgesamt die Mehrheit der vergangenen Jahre in diesem Jahrzehnt sehr trocken. Dieser Trend wird sich laut den langfristigen Klimamodellen für NÖ in den nächsten Jahrzehnten ungehindert fortsetzen, und somit die Landwirtschaft insgesamt, als auch den Weinbau im Speziellen, in der heutigen Form weiter unter Druck setzen kaum mehr möglich sein lassen.

Neues Projekt wurde einstimmig abgesegnet

Unter der Leitung des Obmannes des Inter-Professionellen Komitee Traisental, Markus Huber, und Bezirksweinbauverbandsobmann Alexander Siedler wird nun versucht in Kooperation mit dem Land NÖ und der Leaderregion eine flächendeckende, innovative und optimierte Bewässerung für alle Weinbaubetriebe des Traisentals zu errichten. Hierfür haben alle anwesenden Obmänner einstimmig beschlossen, dass ein bereits von der KEM Unteres Traisental (Klima und Energiemodellregion erstelltes Projekt, inklusive Leader-Antrag, vollinhaltlich unterstützt wird.

„Dies ist ein Projekt, das als Absicherungsmaßnahme für die kommenden Generation weinbautreibender Betriebe im Traisental absolut unerlässlich erscheint“, erklärt Alexander Siedler.

Darüber herrschte Einstimmigkeit und allgemeiner Konsens unter den zahlreichen anwesenden Ortsweinbauobmännern, die ihrerseits wieder die Vertreter der einzelnen Winzer in den weinbautreibenden Gemeinden des Traisentals darstellen. Insgesamt würden mehr als 400 Winzer von einer flächendeckenden Bewässerung des Traisentals profitieren. Das Projekt befindet sich derzeit in der Planungs- und Evaluierungsphase. Der geplante Starttermin ist für den Spätherbst 2019 angesetzt.

Maßnahmen für bessere Bekanntheit im Ausland

Zuvor war bei der Versammlung neben einem Bericht des scheidenden Geschäftsführers Willi Klinger, welcher die Geschicke des österreichischen Weinmarketings die vergangenen zwölf Jahre geleitet hatte, auch die zukünftige strategische Bewerbung und Imagepflege des Weinbaugebietes Traisentales unter den Anwesenden diskutiert. Gezielte Maßnahmen sollen darauf abzielen, den Bekanntheitsgrad und das Image des Weinbaugebietes Traisental im In- und Ausland weiter zu steigern.

„Der Sektor Weinbau mit den hochwertigen Weinen der zahlreichen Winzer, samt den dazugehörigen Heurigenbetrieben ist unverzichtbar für die Region und stellt gleichzeitig auch die treibende Kraft für den Traisentaler Tourismus dar“, lautete der einhellige Tenor.

Umfrage beendet

  • Macht Bewässerung der Weingärten Sinn?