Investitionen: Erber baut bald weiter aus. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner zeigte sich vom Weltmarktführer tief beeindruckt. Der Konzern wächst, bis 2021 werden rund 300 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Von Alex Erber. Erstellt am 15. Juli 2018 (04:12)
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, im Bild mit Aufsichtsratsvorsitzendem Erich Erber: „Die Erber Group ist damit nicht nur ein wichtiger Partner für die heimische Landwirtschaft, sondern auch bedeutender Wirtschafts- und Jobmotor für das gesamte Bundesland und darüber hinaus.“
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Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner hat in der Vorwoche die Erber Group an ihrem Sitz in Getzersdorf besucht. Die Konzernspitze gab dabei Einblick in die Pläne für die nächsten Jahre.

Der Weltmarktführer im Bereich Lebens- und Futtermittelsicherheit will an drei Standorten in NÖ Investitionen von rund 150 Millionen Euro tätigen. Darunter ist auch ein zentrales Forschungszentrum in Tulln mit rund 180 Mitarbeitern.

„Es ist beeindruckend, über welches Unternehmertum und welchen Forschergeist im Biotechnologiebereich wir in NÖ verfügen. Die natürlichen Futtermittelzusätze, die Produkte der Futter- und Lebensmittelanalyse und des biotechnologischen Pflanzenschutzes aus Getzersdorf sind auf der ganzen Welt gefragt. Die Erber Group ist damit nicht nur ein wichtiger Partner für die heimische Landwirtschaft, sondern auch bedeutender Wirtschafts- und Jobmotor für das gesamte Bundesland und darüber hinaus“, erklärte Landeshauptfrau Mikl-Leitner bei der Führung durch die Konzernzentrale.

Firmengründer und Aufsichtsratsvorsitzender Erich Erber betonte, dass man mit den geplanten Investitionen das Bekenntnis zum Standort NÖ stärke. Gleichzeitig formulierte er ein Anliegen an die Politik: „Was es in den nächsten Jahren verstärkt braucht, sind weitere Anreize für lokale Investitionen in universitäre Ausbildung sowie die Förderung von Forschung und Entwicklung.“

327 Millionen Euro sind neuer Rekordwert

Vorstandsvorsitzender Heinz Flatnitzer wiederum wartete mit beeindruckenden Zahlen auf: „Mit einem Umsatz von 327 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2017 erreichte die Erber Group, mit ihren Divisionen Biomin, Romer, Sanphar und EFB einen neuen Rekordwert. Im langjährigen Durchschnitt sehen wir ein erfolgreiches Wachstum von rund 16 Prozent pro Jahr. Aktuell sind für die Erber Group rund 1.500 Mitarbeiter tätig – gut ein Drittel davon in Österreich. Bis 2021 werden rund 300 neue Stellen geschaffen.“

Die Zuwanderung von qualifizierten Mitarbeitern, die im Inland nicht rekrutiert werden können, sei wichtig für den zukünftigen Unternehmenserfolg.

Flatnitzer abschließend: „Unseren Schwerpunkt legen wir stark auf nachhaltiges regionales Wirtschaften – sowohl in Österreich als auch in unseren Business-Units weltweit.“