Erstellt am 04. März 2017, 05:14

von Lisa Röhrer

Spanny führt die Kapelle . Nach dem plötzlichen Abgang von Zsolt Simon ist nun seine Stellvertreterin mit der musikalischen Leitung betraut; allerdings mit einem selbst erklärten Ablaufdatum.

Mit einem neuen Vorstandsteam will die Trachtenkapelle Inzersdorf-Getzersdorf trotz zwischenzeitlicher personeller Schwierigkeiten gestärkt in die Zukunft gehen: Obmann Hannes Deimel, Kapellmeisterin Regina Spanny, Jugendreferentin Sophie Mutenthaler, Kathrin Schoderböck (vorne) sowie Petra Gnedt, Bürgermeister Ewald Gorth, Simone Mader, Johann Gnedt, Stabführer Fritz Plöckinger (zweite Reihe) und Wolfgang Schoderböck, Vizebürgermeister Karl Ernd, Obmann-Stellvertreter Andreas Helm und Sebastian Schogger (hinten, jeweils von links).  |  NOEN, Lisa Röhrer

„Es war ein turbulentes und sehr nervenaufreibendes Jahr“, blickte der Obmann der Trachtenkapelle Inzersdorf-Getzersdorf zu Beginn der Jahreshauptversammlung zurück. Hannes Deimel spielt damit auf die überraschende Funktionsniederlegung des bisherigen Kapellmeisters Zsolt Simon und die schwierige Suche eines Nachfolgers an. Nachdem sich zwischenzeitlich Rudolf Egner für die Funktion zur Verfügung gestellt hatte, hat auch dieser nach nur wenigen Wochen das Amt zurückgelegt.

„Will den Verein nicht im Stich lassen“

Im Zuge der Versammlung wurden schließlich Neuwahlen durchgeführt und Regina Spanny zur Kapellmeisterin gewählt. Die bisherige Stellvertreterin Simons feiert ein Comeback. Schon vor rund 20 Jahren war sie kurzfristig eingesprungen und hat die musikalische Leitung der Kapelle übernommen. Die Musikerin und begeisterte Fotografin will aber von Anfang an mit offenen Karten spielen: „Ich übernehme die Funktion, weil ich den Verein nicht im Stich lassen will. Aber ich stelle von Anfang an klar, dass ich das Amt nur solange übernehme, bis sich jemand gefunden hat, der die nötige Leidenschaft und das Wissen mitbringt, um es weiterführen zu können.“

Richtige Erklärung für das plötzliche Aufhören Simons hat man in der Trachtenkapelle keine. Auf NÖN-Anfrage verweist der bisherige Kapellmeister auf private Gründe. „Außerdem möchte ich mehr Energie in die Musikschule und meine Trompeter-Karriere stecken“, erklärt der ausgeschiedene musikalische Leiter.

Neuer Vorstand wurde gewählt

Im Zuge der Versammlung wurde anschließend auch der übrige Vorstand neu gewählt. Hannes Deimel wurde dabei an der Spitze bestätigt, zur Seite steht ihm ab sofort Andreas Helm anstelle von Günther Staudenmayer. Dem Inzersdorfer Feuerwehr-Kommandant Staudenmayer fehle für die Funktion bei der Trachtenkapelle momentan die Zeit. „Ich glaube, ich kann momentan nicht in beiden Funktionen 100 Prozent geben und wenn das nicht möglich ist, lass‘ ich‘s lieber gleich bleiben“, erklärt Staudenmayer.

Neben den personellen Schwierigkeiten, die das Ende des Vereinsjahrs trübten, dürfen aber die vielen Erfolge nicht außer Acht geraten: Im Jahr 2016 standen insgesamt 35 Ausrückungen auf dem Programm, darunter etwa ein Frühjahrskonzert und mehrere Veranstaltungen im Schloss Walpersdorf. Auch bei zwei Bewertungen konnte die Kapelle wieder zeigen, was sie kann. Bei der Marschmusikbewertung hat sie einen ausgezeichneten, bei der Konzertmusikbewertung einen sehr guten Erfolg erzielt.

Im aktuellen Jahr wollen die Musiker vor allem in den Katastralgemeinden präsent sein und dort mehrere Dämmerschoppen spielen. Außerdem sind ein Frühlingskonzert, Ferienspiel und Konzert mit der Musikschule geplant.