„Wohntraum“ wird heuer noch nicht real. Bürger vermuteten, dass in Walpersdorf Wohnungen für Erber-Mitarbeiter entstehen. Baufirma verneint, Projekt verschoben.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 13. März 2019 (04:15)
Kopitz
Ein großes Schild kündigt auf einem Grund in der Kremser Straße in Walpersdorf den Bau neuer Wohnungen, Reihen- und Doppelhäuser an. „Wir haben nicht daran gedacht, es wegzuräumen“, heißt es von der Baufirma.

In der Gemeinde verdichteten sich die Gerüchte, dass die Erber Group Grundstücke gekauft haben soll, um dort Wohnungen und Reihenhäuser für ihre Mitarbeiter zu errichten. Als auf einem Baugrundstück in Walpersdorf vor einigen Wochen ein Schild der San Real, ein Bauunternehmen mit Erich Erber als geschäftsführendem Gesellschafter, angebracht wurde, fühlten sich viele in ihren Vermutungen bestätigt.

Bei der Firma wundert man sich jedoch über die Vermutungen. Der auf dem Schild angekündigte „Wohntraum im Grünen“ soll derzeit nicht realisiert werden. „Das Projekt in Walpersdorf wird noch nicht umgesetzt“, stellt Peter Kickinger klar.

Man habe lediglich nicht daran gedacht, das Schild wieder wegzuräumen. „Im Moment haben andere Bauprojekte Vorrang“, meint der San-Real-Geschäftsführer. Wann die angekündigten Wohnungen, Reihen- und Doppelhäuser am Ortsanfang gebaut werden, sei noch unklar – heuer jedoch auf keinen Fall. Außerdem handle es sich bei dem geplanten Projekt keinesfalls um ein internes Projekt des größten Arbeitgebers der Gemeinde. „Das hat mit der Erber Group gar nichts zu tun“, betont Kickinger.

„Wohnbau ist Projekt der nächsten 15 Jahre“

Dass die Angestellten der weltweit agierenden Unternehmensgruppe irgendwann in Inzersdorf-Getzersdorf neue Zuhause finden könnten, ist dennoch gar nicht so unwahrscheinlich. Die Gemeinde bestätigt, dass die Gruppe bereits vor einigen Jahren Grundstücke erworben habe, etwa beim Fasangarten in Walpersdorf.

„Damals hieß es, dass dort, je nach Bedarf, Wohnungen entstehen sollen – für Mitarbeiter, aber auch andere Interessierte. Das ist aber noch Zukunftsmusik und zumindest ein 15-Jahres-Projekt“, erklärt Bürgermeister Ewald Gorth.