Hunde fanden Vermissten. Nach stundenlanger Suchaktion im Bezirk St. Pölten-Land wurde 86-Jähriger gefunden. Er dürfte gestürzt sein und hatte sich in einem Weidezaun und Gestrüpp verfangen.

Von Alex Erber. Update am 01. März 2021 (11:07)

Bange Stunden am vergangenen Sonntag: Nach einem Spaziergang bei Rassing (Bezirk St. Pölten-Land) galt ein 86-Jähriger als vermisst.

Am Nachmittag setzte sich ein Großaufgebot an Einsatzkräften in Bewegung, um nach dem Pensionisten zu suchen. Beteiligt waren die „Die Rettungshunde NÖ“, die Rettungshundebrigade NÖ, die Hundesport-Union, der Samariterbund sowie die Freiwilligen Feuerwehren Kapelln, Thalheim und Perschling.

Die Einsatzleitung der Rettungshunde NÖ teilte die Rettungshunde-Suchtrupps in definierte Sektoren ein. Insgesamt wurden 22 Hundeführer und 36 Helfer in kleine Gruppen aufgeteilt und in die unwegsamen Waldgebiete entsandt.

Parallel suchte auch der Hubschrauber der Polizei nach der vermissten Person.

Neben den sogenannten Flächensuchhunden wurden auch „Mantrailer“ eingesetzt. Sie verfolgen die Geruchsspur anhand eines Geruchsartikels der vermissten Person.

Gegen 20.10 Uhr kam schließlich die erlösende Nachricht: Der Mann konnte unterkühlt und leicht verletzt aufgefunden werden. Der Vermisste dürfte gestürzt sein und hatte sich in einem Weidezaun und Gestrüpp verfangen. Ein selbstständiges Aufstehen war nicht mehr möglich.

Nach der Erstversorgung durch die Hundeführer der Rettungshunde Niederösterreich wurde die Person dem Rettungsdienst übergeben.

„Wir sind sehr froh, dass wir den Vermissten noch rechtzeitig auffinden konnten! Der Einsatz hat gezeigt, wie wichtig das intensive Training ist!“, so Karin Kuhn, Geschäftsführerin der Rettungshunde NÖ, die mit Hündin „Gillie“ und Helferin Desiree Kerschbaumer als erste beim Vermissten war.