Kapelln

Erstellt am 21. Januar 2017, 11:52

von Christian Gölss

Neujahrsempfang: Neuer Ehrenbürger aufgenommen. Marktgemeinde und Pfarre blickten zurück und nach vor. Im Mittelpunkt stand diesmal eindeutig Hanns H. Schubert.

Verleihung der Ehrenbürgerschaft: Vizebürgermeister Franz Rödl, Provisor Gottfried Auer, Hanns H. Schubert und Bürgermeister Alois Vogl (von links).  |  NOEN, privat

Beim Neujahrsempfang von Marktgemeinde und Pfarre ist die höchste Ehrung verliehen worden. Hanns H. Schubert ist neuer Ehrenbürger. Den Beschluss dazu hatte der Gemeinderat anlässlich des 75. Geburtstages des Ausgezeichneten einstimmig fixiert.

Die Begründung für die Ehrung ist denkbar einfach. VP-Bürgermeister Alois Vogl formulierte sie so: „Hanns Schubert verdanken wir den Mittelpunkt von NÖ – ein Alleinstellungsmerkmal, von dem unsere Gemeinde bis heute profitiert und auch weiterhin profitieren wird; etwa durch den Mittelpunktwein, den Mittelpunktlauf, Summsi‘s Frischetreff am Mittelpunkt, den Themenweg rund um den Mittelpunkt und den Mittelpunkt von NÖ selbst, der Kapelln über die Gemeindegrenzen bekanntgemacht hat.“

Jahrzehntelang hatte es Spekulationen rund um den Mittelpunkt von NÖ gegeben. Im Vorfeld der Kür zur Landeshauptstadt meinten die St. Pöltner sogar, dass sich dieser Punkt in St. Pölten befindet.

Es gab ein Gewinnspiel: Landkarten wurden ausgeschnitten und der Flächenschwerpunkt ermittelt. Heraus kam da der Hegerberg, einmal Statzendorf ein anderes Mal der St. Pöltner Dom.

Die erste korrekte Berechnung des Mittelpunktes von NÖ blieb dem weit über St. Pölten hinaus bekannten Geometer Hanns H. Schubert vorbehalten. Er berechnete aus den amtlichen Unterlagen – immerhin über 18.000 bekannte Grenzpunkte - die Lagekoordinaten im Gauß- Krüger-Koordinatensystem.

Am Grundstück mit der Nummer 605/2

Zweifelsfrei steht seither fest, dass der Mittelpunkt von NÖ im Bezirk St. Pölten, in der Marktgemeinde Kapelln, in der Katastralgemeinde Killing, im Ried „Weingartenfeld“ liegt. Er befindet sich exakt auf dem Grundstück mit der Nummer 605/2.

Hanns Schubert nahm Kontakt mit dem damaligen Bürgermeister Josef Schmied und Pfarrer Monsignore Robert Gärtner auf. Gemeinsam mit dem Grundeigentümer, der Familie Schmidradner aus Killing, wurde dann die Max-Schubert-Warte als Wahrzeichen am Mittelpunkt von NÖ errichtet.

Bürgermeister Vogl verlieh dem sichtlich gerührten Hanns Schubert im Beisein seiner Gattin Maria Schubert und seinem Büronachfolger Dominik Mesner mit Gattin Ulli die Ehrenurkunde.

In seiner Dankesrede betonte Hanns H. Schubert die besondere Verbundenheit mit der Marktgemeinde Kapelln und die emotionale Bindung an die Max-Schubert-Warte: „Ihre Instandhaltung ist mir ein großes Anliegen!“

Zuvor hatte Ferdinand Steinböck die Gäste begrüßt. Unter ihnen befanden sich neben dem Ortschef und Provisor Gottfried Auer alle Vereinsobleute, die Kommandanten der Feuerwehren Kapelln und Thalheim, alle Ehrenbürger, Ehrenringträger und Ehrennadelträger. Weiters konnte er Vizebürgermeister Franz Rödl, Amtsleiter Alfred Staudinger mit den Gemeindebediensteten sowie Gemeinderäte und Pfarrgemeinderäte willkommen heißen.

Gottfried Auer wies auch auf die Pfarrgemeinderatswahl im März hin und ersucht um Kandidaten für die Wahl unter dem Motto „Ich bin da.für“, um eine gute Weiterarbeit in der Pfarre Kapelln leisten zu können.

Alois Vogl deponierte seinen Wunsch für 2017: „Gestalten wir Miteinander und Füreinander unseren Lebensraum, unsere Marktgemeinde Kapelln am Mittelpunkt von NÖ!“