Herzogenburger NÖKISS: Dieses Comeback war fulminant. Mehr als 10.000 Gäste bevölkerten Stift und seine Umgebung. Propst Petrus Stockinger jubelte: „Es waren sensationelle Nökiss!“

Von Hans Kopitz. Erstellt am 08. September 2021 (05:52)
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Den größten Zuspruch hatten neben den vielen Wettbewerben auch wieder die Werkstätten. Vivian Weisch und Paul König waren begeistert.
NOEN/Kopitz

Mit der Nökiss-Hymne „Wir treffen uns wie jedes Jahr zu Spaß und Sport und Spiel . . .“ und einer tollen Abschluss-Show sind am vergangenen Sonntag in der Arena am Kirchenplatz die NÖ Kindersommerspiele zu Ende gegangen.

Sechs Tage Kinderlachen, zahlreiche Puppenspiele, Theaterstücke, Konzerte, Werkstätten, Wettbewerbe, Arena-Aktionen, Zirkus-Vorstellungen und einer großen Lagerfeuermesse, wo zwei Kinder getauft wurden, prägten heuer wieder das Programm, das keine Wünsche offenließ. Während es am ersten Wochenende etwas tröpfelte, gab es am zweiten drei Tage herrliches Wetter und durchgehend Sonnenschein.

Nach den Mini-Nökiss im Vorjahr wegen Corona gab es heuer ein fulminantes Comeback, das auch Propst Petrus Stockinger jubeln ließ: „Es ist schön, dass es das Ganze wieder in alter Form gegeben hat und die Unbeschwertheit an frühere Zeiten anschließen konnte. Jeder hielt sich an die 3G-Regeln und es gab keine Beschwerden. Ich bin sehr dankbar, dass wieder so viele Helfer motiviert werden konnten. Es waren sensationelle Nökiss!“

Mitmachprogramme und Kreativdorf als Gewinner

Die genauen Besucherzahlen stehen erst in den kommenden Tagen fest, doch es bestehen überhaupt keine Zweifel, dass die 10.000er-Marke geknackt worden ist. Andreas Kickinger, Sprecher des Leitungsteams der Nökiss: „Es gab sehr viele positive Rückmeldungen, die Leute haben es geschätzt, dass das Fest in dieser schönen Form wieder möglich war. Es herrschte auch eine große Zufriedenheit und Dankbarkeit bei den Mitarbeitern.“

Wie schon in den vergangenen Jahrzehnten stand nicht die Konsumation, sondern die Animation im Vordergrund – und so waren „Mitmachprogramme“, bei denen die jungen Besucher miteinbezogen wurden, genauso wie das große Kreativdorf die Gewinner des Festes.

Es ist schwer, die Highlights des Sechstagefestes hervorzuheben, und doch gab es einige Aktionen, die bei den Kindern, aber auch bei den Erwachsenen, besonders gut angekommen sind. Eines davon war die Geistertour, bei der man sich jeden Tag in den weitläufigen Gängen des Stiftskellers „begruseln“ lassen konnte.

Auch Mai Cocopelli und Bernhard Fibich, die mit ihren Programmen auf der Festbühne die Besucher zum Mitmachen anregen, haben schon ihre „fixen“ Gäste, genauso wie Isabellas Kasperlbühne, bei der vor allem die Kleinsten jubeln – und Herbert Floigls „Bauerngolf“, wo die Gummistiefel fliegen.

Herzogenburg hat mehrere Superstars

Zahlreiche Gäste gab es in der Arena bei der Suche nach dem Superstar von Herzogenburg, wobei nicht nur die jüngste Mitstreiterin, die fünfjährige Mona, mit ihrem Schmetterlingslied begeisterte. Auch die neunjährige Hevin, die sang, mit ihrer Gitarre spielte und dann auch noch einen Witz erzählte, wurde bejubelt und erhielt schlussendlich gemeinsam mit Nina und Viola, die „Expresso & Tschianti“ ausschenkten, den Superstar-Zuschlag.

Während die Wasserspiele am ersten Wochenende im wahrsten Sinne des Wortes etwas ins Wasser fielen, war die nun schon legendäre Polsterschlacht ein voller Erfolg, genauso wie der erste Teil des Musicals „Spaß? Humbug!“, das Philipp Manuel Gutmann und Cornelia Travnicek für die Nökiss geschaffen haben – und das im Jubiläumsjahr 2022 dann vollständig zu sehen sein wird.

Viele Interessierte kamen in das Zelt beim Stadl, wo ihnen unter dem Motto „Zauberhafte Wetterphänomene und Klimamärchen“ kindgerecht erklärt und gezeigt wurde, wie zum Beispiel Tornados entstehen – doch auch die St. Pöltener Brettspielwölfe, die eine große Sammlung älterer und neuer Brettspiele zeigte, hatten ihr Publikum.

1.200 Mitarbeiter waren im Einsatz

Heuer sorgten rund 1.200 Mitarbeiter – durch die strengen Sicherheitsvorkehrungen waren es um 200 mehr als in den vergangenen Jahren – für den reibungslosen Ablauf, darunter viele aus dem öffentlichen Leben wie Bürgermeister Christoph Artner, der mit Pommes-Frittes-Körben hantierte, Vizebürgermeister Richard Waringer, der mit seinem Geschnetzelten begeisterte, Nationalratsabgeordneter Fritz Ofenauer oder die Stadträte Erich Hauptmann und Kurt Schirmer. Sie alle zählten diesmal zur großen Nökiss-Familie – und sie sind stolz darauf, wieder dabeigewesen zu sein.