Fußabdrücke für die Umwelt: Festival in Traismauer. 52 Quadratmeter Blühwiese und 107 Bäume sind gesichert, Reparaturcafé verzeichnete großen Andrang.

Von Lisa Zederbauer. Erstellt am 08. September 2021 (05:21)
440_0008_8172359_hzg36trais_ff_reparaturcafe.jpg
Reparaturcafé: Elisabeth Jäger, Klima- und Modellregionsmanager Alexander Simader, Energieberater Johannes Kiesl, Wolfgang Köhler, Josef Nestelberger, Bernhard Mayer-Helm und Thomas Fraisl (von links).
Lisa Zederbauer

Im Herzen der Stadt ist am vergangenen Samstag das zweite Fußabdruckfestival über die Bühne gegangen. Bei perfektem Wetter konnten zahlreiche Besucher sich nicht nur sportlich ausleben, sondern dabei auch etwas Gutes für die Umwelt tun.

Das Zentrum der Veranstaltung standen „Run 4 Bees“ und „Run 4 Trees“, zwei Läufe, bei denen wortwörtlich, jeder Schritt einer für eine bessere Umwelt war. Beim „Run 4 Bees“ legten 52 hoch motivierte Kinder eine Strecke von 300 Metern durch die Innenstadt zurück und pflanzten somit 52 Quadratmeter naturbelassene Blühwiese.

Erwachsene konnten auch auf ihre Kosten kommen: Für jede gelaufene Runde wurde nicht nur ein Euro an ein Umweltschutzprojekt in der Stadtgemeinde gespendet, sondern auch für jeden Teilnehmer ein Baum gepflanzt. „Dank der unglaublichen Leistung der 107 Läufer können wir nun 107 Bäume pflanzen und durch die 1.370 gelaufenen Runden diesen Betrag an ein Klimaschutzprojekt in Traismauer spenden“, freute sich Organisator und Stadtrat Christoph Grünstäudl.

Das Reparaturcafé erhielt 26 Aufträge

Weniger sportlich begeisterte Besucher konnten beim Reparaturcafé im Schlosshof defekte Geräte und Kleidungsstücke reparieren lassen. Bereits zum zweiten Mal fand es im Rahmen des Festivals statt und wurde gut angenommen: „Wir konnten heute 26 Aufträge verzeichnen und haben gemerkt, wie groß der Andrang auf unser Service in Traismauer sind. Jetzt sind wir motiviert, das Reparaturcafé auch außerhalb abzuhalten“, so Textil-Restaurateurin Elisabeth Jäger.

Weiters gab es ein Upcyclingbasteln und einen Bienenwachs-Workshop für Kinder und diverse Informationsstände über E-Mobilität, die Klima & Energiemodellregion, die Radlobby und die Jugendoase. Die Kulinarik kam natürlich auch nicht zu kurz: Die autofreie Innenstadt gemeinsam mit dem Frizzante-Shopping lud Gäste dazu ein, regionale Köstlichkeiten zu genießen, während der Blasmusikverein Traismauer sowie die Musikschule Traismauer für Untermalung sorgten.

„Wir können nicht einfach wegschauen“

Das Festival wurde mit einem Open-Air-Diskussionsabend im Schlosshof mit Nationalratsabgeordnetem Süleyman Zorba, dem Paudorfer Umweltgemeinderat und Bataillonskommandanten Oberst Georg Härtinger, dem Klimaschutzexperten mit Einblick in die Wirtschaft, Reinhard Indraczek, sowie Klima- und Modellregionsmanager Alexander Simader beendet.

Unter reger Beteiligung des Publikums wurden brennende Themen wie E-Mobilität und grüner Strom sowie aktuelle politische Themen auf Landesebene diskutiert. Spannende Einblicke konnten alle Teilnehmer der Diskussionsrunde durch ihre verschiedenen Hintergründe bieten. „Wir können nicht einfach wegschauen. Wir müssen uns für eine lebenswerte Umwelt für unsere Kinder und Kindeskinder einsetzen“, bekräftigte Vizebürgermeister Thomas Woisetschläger.

„Danke für diesen tollen Diskussionsabend. Mein Ziel ist es und wird es immer sein, neue Leute mit dem Thema Umwelt zu erreichen und sie zu informieren“, sagte Alexander Simader.

Bei einem Glas Wein von der Vinothek Traismauer ließen die Teilnehmer den lauen Sommerabend ausklingen.