Knisternde Spannung vor der Abstimmung. Am Sonntag entscheiden die Bürger über Gemeinde-Bezeichnung. NÖN-Voting hat eindeutiges Resultat.

Von Alex Erber. Erstellt am 03. November 2014 (14:28)
NOEN, Nussbaumer
»Zu teuer und eigentlich nicht nötig!« Die FP zeigt Flagge, Christoph Pokorny, Jutta Nentwich und Obmann Franz Peter Nussbaumer (von links) sprachen sich klar für die Beibehaltung der Gemeindebezeichnung »Weißenkirchen an der Perschling« aus. FP-Gemeinderat Gottfried Nussbaumer wiederum plädiert für eine Umbenennung.
Am kommenden Sonntag (9. November) findet die mit Spannung erwartete Abstimmung statt, ob die Gemeinde künftig Perschling oder wie bisher Weißenkirchen heißen soll.

Blick nach Murstetten und Langmannersdorf

Von 8 bis 14 Uhr kann man sein Votum deponieren. Wer am Sonntag keine Zeit hat, kann seine Stimme ab Mittwoch am Gemeindeamt (Amtsstunden) per Briefwahl abgeben.

Wie hoch wird die Wahlbeteiligung sein? Wie werden sich Murstettner und Langmannersdorfer entscheiden? Brisante Fragen, auf die eine Abstimmung auf NÖN-at. ein eindeutiges Ergebnis hat: 2.206 Stimmen wurden abgegeben, 1.497 sagen „Nein“ zu einer Umbennung (68 Prozent), 709 sagen „Ja“ (32 Prozent).

Befürworter und Gegner gibt es quer durch alle Ortschaften, quer durch alle Parteien, quer durch viele Vereine.

NOEN, Mag. Peter Nussbaumer
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VP-Bürgermeister Reinhard Breitner: „Ich bin für die Umbenennung in Perschling. Aber ich kann mit jedem Ergebnis leben. Ich wünsche mir eine Wahlbeteiligung im Ausmaß von 60 bis 70 Prozent, damit das Resultat dann auch eine hohe Aussagekraft hat.“

Nussbaumer: „An sich ist es mir gleichgültig“

Peter Nussbaumer von der Liste Lebenswertes Perschlingtal (LLP) ist ebenfalls ein Befürworter der Umbenennung: „An sich ist es mir gleichgültig, wie unsere Gemeinde in Zukunft heißt. Neben den beiden Pfarrkirchen Murstetten und Weißenkirchen an der Peripherie hat sich in den vergangenen Jahrzehnten Perschling im geografischen Zentrum als Sitz des Gemeindeamtes, der Volksschule, der Musikschule, des Kindergartens, des Gemeindearztes und einiger Betriebe (im Gesundheitswesen, Bank, Nahversorger, Postpartner) herausgebildet.“

Und: „Perschling liegt überdies auch an der Hauptverkehrsverbindung unserer Gemeinde, der B 1, sodass viele Kraftfahrer unser Gemeindezentrum in Perschling erleben. So gesehen erscheint es logisch und sinnvoll, unserer Gemeinde den passenden Namen, nämlich Perschling, zu geben.“