Abstimmung wird zu einer Farce. Alex Erber über die Befragung der Bürger über Windkraft in Traismauer.

Von Alex Erber. Erstellt am 29. September 2014 (14:03)
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Was gut begonnen hat, wird zu einer „patscherten G'schicht“: Die Volksbefragung zum Thema Windkraft in Traismauer, die am 23. November stattfinden wird, droht zu einer Farce zu verkommen.

Geplant war ursprünglich ein Windpark mit bis zu 13 Windrädern. Weil jedoch die Mehrzahl der Windräder in weniger als 1.200 Metern Abstand zu Sitzenberg-Reidling beziehungsweise Herzogenburg stehen sollte, stand der Windpark von Anfang an auf wackeligen Beinen. Es war nicht anders zu erwarten: Nach Sitzenberg-Reidling hat auch Herzogenburg den Plänen eine Absage erteilt, wodurch das Projekt geschrumpft ist.

Jetzt sollen die Bürger in der Römerstadt entscheiden, ob sie „maximal fünf Windräder“ vor ihrer Haustüre haben möchten. Die alles entscheidende Frage, wo diese Windräder in der Kernzone stehen werden, wird offen gelassen. Und das ist ein glatter Witz.

Noch witziger ist die Erklärung des Bürgermeisters: Es müssten erst Windmessungen durchgeführt werden, dann könne man Standorte festlegen. Sollten Windmessungen nicht an erster Stelle stehen, bevor man so ein Projekt überhaupt plant? Wie gesagt: Eine Farce.