Den Alltag kurz beiseite schieben. Alex Erber über das ausgelassene Feiern beim Herzogenburger Faschingsumzug. „Hoffentlich hält das Wetter!“ Sagte Herzogenburgs Bürgermeister Franz Zwicker schon am Donnerstag.

Von Alex Erber. Erstellt am 04. März 2014 (23:59)
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"Hoffentlich hält das Wetter!" Sagte Herzogenburgs Bürgermeister Franz Zwicker schon am Donnerstag. Am Sonntag stand fest: Es hat gehalten, dem lange geplanten Faschingsumzug von Oberndorf zum Rathausplatz stand nichts im Wege: Strahlender Sonnenschein war die beste Voraussetzung für einen Erfolg.

Was einst ganz klein als Parodie auf den „Autofreien Tag“ begonnen hatte, fand nun nach fünfjähriger Pause eine ganz große Fortsetzung: Rund 60 Gruppen machten die Veranstaltung bunt, abwechslungsreich, fröhlich. Mehr als 2.000 Schaulustige haben das Spektakel entlang der Straßen mitverfolgt und waren von den Maskierungen der aktiven Teilnehmer begeistert.

Darf und soll man überhaupt ausgelassen feiern angesichts des Dramas, das sich da praktisch vor unserer Haustür abspielt, zumal die ukrainische Grenze näher als Vorarlberg liegt? Ja, man darf und soll, denn der Alltag holt auch uns früh genug wieder ein. Es war schließlich kein Wunder, dass sich die Piraten beim Umzug in der Mehrheit befanden. Sie erinnerten an den Raubzug durch Steuerzahlers Geldbörse, und der ist wirklich kein Faschingsscherz.