Eine pauschale Verunglimpfung. Über das Bauern-Gedicht von SP-Thoma.

Von Alex Erber. Erstellt am 13. August 2019 (03:07)

In Zeiten wie diesen hat man es als Bauer schwer. Die Zahl der Schädlinge auf den Feldern explodiert, doch ihre Bekämpfung ist bei manchen Politikern nicht erwünscht: Schlecht für die Umwelt! Der Methan-Ausstoß der Kühe ist schlimm für das Weltklima. Dazu kommt vielerorts die Dürre.

Wenigstens hat SP-Chefin Pamela Rendi-Wagner ein Herz für die Landwirte und die Konsumenten: „Das Schnitzel darf kein Luxus werden“, postet sie.

Weniger Herz hat ihr Parteigenosse Josef „Joe“ Thoma, wenn es um die Bauern geht. Zumindest um die Landwirte in Obritzberg-Rust. Ihnen wirft er vor, sie praktizierten Freunderlwirtschaft und Korruption.

Dass er in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates abschwächte, er habe ohnehin nur die „VP-Bauern“ gemeint, macht die Sache nicht besser. 400 Mitglieder zählt der Bauernbund in Obritzberg-Rust. Lauter Freunderl? Thoma wäre besser beraten gewesen, Namen zu nennen, anstatt pauschal einen Berufsstand zu verunglimpfen.