Genugtuung mit Verspätung. Wolfgang Wallner über Harlands unverhofften Aufstieg.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 29. September 2014 (08:48)
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Nun ist es doch noch wahr geworden, das Harlander Tennismärchen. Erstmals in der Nachkriegszeit ist ein St. Pöltner Herren-Team wieder in der Bundesliga vertreten. Eine besondere Genugtuung, hatte der Klub doch den Relegationsmodus und die „Legionärsschwemme“ kritisiert. Jetzt steigt Harland auf, weil sich zwei Bundesligisten übernommen haben dürften.

Sportlicher Erfolg fußt auf zwei Säulen: Der Qualität am Court und der wirtschaftlichen Seite. In Harland hat man das begriffen. Anderswo werden offenbar noch immer finanzielle Luftschlösser gebaut. Der St. Pöltner Klub hebt auch mit Erstliga-Luft in der Nase nicht ab, will auf die bewährte Truppe setzen. Dass am Ende der prompte Abstieg stehen könnte, nimmt man in Harland in Kauf. Das ist vielleicht nicht schlagzeilenträchtig, aber wirtschaftlich grundvernünftig.

Weit weniger logisch: Der Modus der Nachrücker. Hätte es in der Bundesliga nur einen Verein erwischt, wäre Harland leer ausgegangen. Weil Kontrahent Villach in der Relegationen ein Punkt mehr geholt hat. Kein Wunder, haben die Kärntner in einer Vierergruppe auch mehr Chancen gehabt zu punkten, als Harland in seiner Dreiergruppe. Gut, dass der Aufstieg nicht so entschieden worden ist.