Kein Ort zum Wohlfühlen. Über die Nöte der Gastronomie.

Von Alex Erber. Erstellt am 27. Mai 2020 (05:10)

Mitte Mai war das Freudestrahlen bei Gastronomen und Gästen kaum zu übersehen. Ja, es lag teilweise sogar ein Hauch von Euphorie in der Luft, als Kaffeehäuser und Gasthöfe nach wochenlangen Zwangssperren durch die Bundesregierung ihre Pforten wieder öffnen durften.

Ein paar Tage später ist von diesem Hauch Euphorie auch in der Region Herzogenburg nichts mehr übrig.

Die Faktoren, warum Umsatz und Gewinn nicht zufriedenstellend ausfallen, sind mannigfaltig. Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit haben die Geldbörsen schmäler gemacht. Potenzielle Kunden drehen jeden Cent zwei Mal um und überlegen, ob Restaurant-, Wirtshaus- oder Kaffeehaus-Besuche überhaupt leistbar sind.

Manche Gäste können sich auch mit der Maskerade nicht anfreunden: Maske rauf beim Reingehen, runter am Tisch, rauf beim WC-Gang, runter beim Tisch, rauf beim Verlassen des Lokals. Und dass dann noch der Ober maskiert kommen muss, zerstört die Wohlfühl-Atmosphäre endgültig.