Zuschlag ging an Billigstbieter. über Auftrags-Vergaben an auswärtige Unternehmen.

Von Alex Erber. Erstellt am 17. Februar 2021 (03:50)

Der Herzogenburger Gemeinderat hat Aufträge für Arbeiten am Um- und Zubau des Kindergartens St. Andrä vergeben.

Diese Auftragsvergabe erfolgte zwar einstimmig, ÖVP-Wirtschaftsstadtrat Erich Hauptmann war dabei aber nicht ganz wohl in seiner Haut. Ihm missfiel es, dass bei den Aufträgen nicht eine einzige Herzogenburger Firma zum Zug kam.

Mit Blick auf die Sicherung von Betrieben und Arbeitsplätzen sowie Wertschöpfung in der Region mag diese unausweichliche Entscheidung bedauerlich sein. Doch es hat schon seinen Grund, warum es strenge Vergabe-Gesetze gibt, an die sich die Gemeinderäte halten müssen. In einem konkreten Fall ging es um eine Preisdifferenz von mehr als 60.000 Euro, die die Stadt und damit der Steuerzahler zu berappen gehabt hätte. Das Billigstbieterprinzip hat diese Mehrkosten verhindert. Was offen bleibt, ist freilich die Antwort die Frage, wie es möglich ist, dass heimische Firmen mitunter viel teurer sind als auswärtige Betriebe.