Optimismus ist fehl am Platz. Über ein Bauprojekt in Herzogenburg.

Von Alex Erber. Erstellt am 10. Dezember 2019 (03:42)

„Durchbruch für das Stadthotel“, „Startschuss für Bauprojekt im Zentrum“: Das sind nur zwei von vielen NÖN-Schlagzeilen, die es in den vergangenen Jahren zu einem jetzt wieder brandaktuellen Thema in Herzogenburg gegeben hat. Schien es an einem Tag so, als könnten die Bagger auffahren, so verhinderte ein Anrainer-Einspruch am nächsten Tag den Beginn des ehrgeizigen Vorhabens.

Baubehörde erster Instanz (Bürgermeister), zweiter Instanz (Stadtrat) und Landesverwaltungsgericht haben jeweils grünes Licht für das Projekt gegeben. Die Anrainer wollten es aber ganz genau wissen, jetzt sagt auch der Bundesverwaltungsgerichtshof: Die Erhöhung auf Bauklasse 3, um die Wohnungen errichten zu können, war und ist rechtlich zulässig.

Gibt es nun wieder einen „Durchbruch“ oder einen „Startschuss“? Abwarten. Jahrelange Erfahrung lässt Optimismus im Keim ersticken. Dabei wäre es höchste Zeit, dass dieser Schandfleck in der Innenstadt endlich verschwindet.