Erstellt am 05. Juni 2018, 04:58

von Alex Erber

Philosophie oder Mathematik?. Alex Erber über den Reformbedarf bei der Zentralmatura.

Zugegeben, Pfeile und Vektoren haben vor einiger Zeit regelrecht Krieg gegen mich geführt. Und ich gegen sie. Mit meiner Mathematik-Schwäche lag ich damals im guten, besser gesagt im schlechten Durchschnitt. Nicht jeder ist Taschner, schon gar nicht Einstein.

Man muss kein Mathematik-Genie sein, um zu wissen, dass der schlechte Durchschnitt damals mit hundertprozentiger Sicherheit nicht 18 Prozent war. 18 Prozent aller Maturanten sind laut bundesweiten Hochrechnung, an der heurigen Mathematik-Zentralmatura vorläufig gescheitert. Praktisch jeder fünfte Schüler bekam einen glatten Fünfer.

Möglicherweise hat das gar nichts mit der Mathematik zu tun, sondern eher mit Deutsch oder gar Philosophie. Elternvertreter sprechen bei den Angaben der zu lösenden Beispiele von „Texträtseln“. Soll heißen: Erst muss der Text enträtselt werden, dann geht es ans Rechnen.

Doch jeder bekommt eine zweite Chance: Schüler in Form von mündlichen Kompensationsprüfungen, Zentralmatura-Aushecker in Form von Zeit zur Überarbeitung. Damit es nicht heißt: nicht genügend, setzen!