Riskiert, vorerst alles gewonnen. Alex Erber über den persönlichen Triumph von Breitner bei der Bürgerbefragung.

Von Alex Erber. Erstellt am 10. November 2014 (14:00)

Weißenkirchens Bürgermeister Reinhard Breitner hat alles auf eine Karte gesetzt, riskiert und gewonnen. Die sonntägige Bürgerbefragung brachte mit 62 Prozent eine zufriedenstellende Wahlbeteiligung und mit rund 58:42 Prozent der Stimmen für die Umbenennung der Gemeinde in Perschling ein eindeutiges Ergebnis.

Es war mutig vom Ortschef, knapp drei Monate vor der Gemeinderatswahl eine derartige Befragung durchzuführen. Die Perschling-Befürworter sind in der derzeitigen Zusammensetzung des Gemeinderates in der Mehrheit: Ein einfacher Beschluss hätte genügt.

Das Gemeindeoberhaupt hätte auch die Gemeinderatswahl vorüberziehen lassen können. Und erst danach entweder die Bürger befragen oder im Gemeinderat entscheiden lassen können. Die Perschling-Befürworter in den Reihen der Mandatare werden auch nach dem 25. Jänner 2015 in der Mehrheit sein.

Zur Abrundung seines Glücks muss Reinhard Breitner jetzt noch gelingen, die aufgebrachten Weißenkirchner zu besänftigen. Das wird sicher eine heikle Aufgabe. Denn falls der Zorn über den Ausgang der Befragung nicht verraucht ist, drohen bei der Gemeinderatswahl Verluste.