St. Pölten ist neue Nummer 1. Wolfgang Wallner über die Lage bei den Fußball-Ladies.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 08. September 2014 (07:34)
Der Spratzerner Sieg gegen Neulengbach ist mehr wert als drei Punkte. Er steht für die Wachablöse im heimischen Frauenfußball. Der FSK Simacek St. Pölten-Spratzern hat es nun selbst in der Hand, den Titel einzufahren. Neue Namen ganz oben am Tableau tun der Szene gut. Und auch dem Nationalteam, das vor dem Länderspiel in St. Pölten Rückenwind gut gebrauchen kann.

Schließlich stehen sechs siegreiche St. Pölten-Kickerinnen im Aufgebot von Dominik Thalhammer. Mit ihrem Selbstvertrauen müssen die Ungarinnen am Samstag zu biegen sein. Damit die WM-Chance weiter lebt.
Für Spratzern selbst geht‘s nun darum, nicht selbstgefällig zu werden. Nur wenn der Schlendrian einreißt, ist die Spilka-Truppe zu schlagen. Am Weg zum Meister kann sich der FSK nur selbst im Weg stehen.

Das freilich ist aber ein Problem für die Liga und auch für‘s Nationalteam. St. Pölten und Neulengbach spielen ihre eigene Meisterschaft, der Rest matcht sich um die Ränge von Platz drei abwärts. Eine Zweiklassengesellschaft, die auf Dauer nicht gesund sein kann.

Die Wachablöse war ein erster Schritt. Damit der österreichische Frauenfußball insgesamt voran kommt, müssen weitere folgen.