Vandalismus als Kavaliersdelikt. Über die Zerstörwut in Gemeinlebarn und Großrust.

Von Alex Erber. Erstellt am 07. Mai 2019 (03:06)

In Großrust haben drei unbekannte Täter den Kirtagbaum gefällt. Nicht zum ersten Mal, schon im Vorjahr ist dem Baum der Garaus bereitet worden. Was an einer solchen Tat Spaß macht, welchen Reiz es hat, einen Baum umzusägen, an dem sich die Dorfgemeinschaft erfreut? Diese Frage muss wohl ein Nervenarzt beantworten.

Empörung herrscht auch in Gemeinlebarn, wo ebenfalls unbekannte Täter das Wartehäuschen der Bahnhaltestelle beschmiert haben. Die NÖN hat die Sanierung seinerzeit begleitet, von der Planung bis hin zur Arbeit der vielen freiwilligen Helfer, die aus einem unansehnlichen Gebäude ein Wartehäuschen geschaffen haben, das keinen Vergleich zu scheuen braucht. Und jetzt das. Spraydose raus, Parolen versprüht, fertig ist die Schweinerei.

Es ist hier schon öfter festgestellt worden: Solange Vandalismus vom Gesetzgeber praktisch als Kavaliersdelikt betrachtet wird, sind Rowdys faktisch nicht in die Schranken zu weisen.