Vorrang heißt auch Defensive. Über den Rad-Boom.

Von Alex Erber. Erstellt am 24. Juni 2020 (03:52)

Das Glück dieser Erde liegt heutzutage nicht nur auf dem Rücken der Pferde, sondern auf jenem der Esel, konkret der Drahtesel: Immer mehr Menschen entdecken ihre Liebe zum Fahrrad. Vom einfach konstruierten Rad bis zum sündteuren E-Bike, der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt.

Auch die Politik hat die verstärkte Nutzung des Rades erkannt und setzt offensiv auf die Sanierung von bestehenden Radwegen, auf neue Radwege, auf Verkehrssicherheit; Forderungen, wie man sie bislang nur von den Grünen kannte.

Der „Vorrang fürs Rad“ sollte jedoch nicht missverstanden werden. Es handelt sich dabei um keinen Freibrief für die schwarzen Schafe unter den Radfahrern, für die keine Regeln zu gelten scheinen. Fußgänger werden abgedrängt, Radwege als Rennstrecken missbraucht. Hier ist wiederum etwas Defensive gefragt.