Weingut Steyrer triumphiert bei Berliner Wein-Trophy. Das Weingut Steyrer aus Kuffern wurde bei Trophy in Berlin geschichtsträchtig ausgezeichnet.

Von Thomas Heumesser. Erstellt am 15. Mai 2021 (03:44)
Das Weingut Steyrer, im Bild Bernhard Steyrer, ist bei der 25. Berliner Wein-Trophy für den Grünen Veltliner „Traisental DAC Ried Rampl 2020“ mit „Großem Gold“ ausgezeichnet worden.
Thomas Heumesser, Thomas Heumesser

Tolle Bewertungen bei der „Austrian Wine Challenge (awc), beim „Falstaff“ oder bei „A la Carte“ gibt es für edle Tropfen vom Weingut Steyrer mit schöner Regelmäßigkeit. Nun gab es eine Würdigung im benachbarten Ausland, konkret in Deutschland.

Die Berliner Wein-Trophy ist heuer zum 25. Mal durchgeführt worden. In dieser viertelhundertjährigen Geschichte wurde heuer erstmals ein klassischer Grüner Veltliner mit der höchsten Auszeichnung bedacht worden: „Der ,Traisental DAC Ried Rampl 2020‘ ist der erste und bisher einzige höchst bewertete Grüne Veltliner, dem das ,Große Gold‘ zuerkannt worden ist“, jubelt Winzer Bernhard Steyrer.

Für den Weinbau- und Kellermeister, der Ende 2010 den Betrieb von seinen Eltern Michaela und Johann übernommen hat, war das „Große Gold“ nicht die einzige Auszeichnung in der deutschen Hauptstadt. „Gold“ gab es für den Grünen Veltliner „Benedikt spontan 2020“ und den „Rösler Barrique 2019“.

Nicht nur bei der Berliner Wein-Trophy hat eine strenge Jury Weine bewertet, sondern auch in Frankfurt. Dort eroberte das Weingut Steyrer drei Mal „Gold“. Neuerlich vor den Vorhang gebeten wurden die Grünen Veltliner „Traisental DAC Riedl Rampl 2020“ und „Benedikt spontan 2002“, mit „Gold“ wurde auch der Riesling „Traisental DAC Riedl Rampl 2019“ ausgezeichnet.

„Die Qualitätsoffensive beginnt im Weingarten“

Bei den Steyrers wird seit 1979 in nunmehr dritter Generation Weinbau betrieben. „Seit 1987 haben wir uns auf die Vinifizierung aromatischer, sortenreiner Weine spezialisiert, die den Geschmack unserer Region und den typischen Charakter unseres Betriebes widerspiegeln“, erklärt Bernhard Steyrer. Im Familienverband werden die Weingartenflächen nach den Richtlinien der integrierten Produktion bewirtschaftet. Steyrer: „Unsere Qualitätsziele liegen hoch. Wir sind der Ansicht, dass die Erhaltung des natürlichen Lebensraumes und der Schutz der Umwelt bei der Weinproduktion eine wesentliche Rolle spielen.“

Die Qualitätsoffensive beginne bereits im Weingarten: Kurzer Rebschnitt, gezielte Laubarbeit, Ausdünnung und ebenso umweltfreundliche wie überlegte Maßnahmen zum Pflanzenschutz garantieren die bestmögliche Versorgung der Trauben am Stock. Die voll reifen Trauben werden sortenrein gelesen und schonend verarbeitet. „Mit der Erzeugung von Weinen deren Histamin-Restwert unter der Nachweisschwelle von 0,1 Milligramm/Liter liegt, haben wir in unserer Region eine Pionierrolle übernommen, die auch in Zukunft konsequent umgesetzt wird“, betont Steyrer.

Der Erfolg gibt ihm nicht nur in Medaillen-Form recht: Der Exportanteil der Weine bewegt sich bereits bei 50 Prozent, exportiert wird in neun Länder.

Mit dem Keller am Pointweg 10, dem „Weinorama“, hat die Familie Steyrer bereits vor zehn Jahren neue Maßstäbe gesetzt. Auf 800 Quadratmetern mit toller Panorama-Glasfront (über 45 Quadratmeter Fläche) gibt es einerseits die Produktion mit modernster Kellertechnik, andererseits einen Verkostungsraum mit Ab-Hof-Verkaufsbereich, der 2013 in Betrieb genommen wurde.

Sämtliche Produkte aus eigener Erzeugung

Die Produktauswahl ist sehr vielfältig, wobei alles aus Eigenerzeugung stammt. Sie reicht vom herkömmlichen Schankwein über DAC-Weine bis hin zu Süßweinen, vom Frizzante und Spritzern in der 0,33-Liter-Flasche bis hin zu Edelbränden und Likören. Seit einiger Zeit nicht mehr hergestellt wird Essig.