Traismaurer steht an der Spitze der Schüler. Florian Kadrija will als Landesschulsprecher möglichst viele Jugendliche erreichen: „Mein SJ-Hintergrund spielt keine Rolle.“

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 04. Juli 2017 (04:09)
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Der Traismaurer Florian Kadrija will die Reichweite der Landesschülervertretung vergrößern.
NOEN, LSV

„Ich will mich für die Schüler in NÖ einsetzen“, meint Florian Kadrija. Dazu wird er in den kommenden Monaten auch genügend Gelegenheiten haben. Der Traismaurer wurde an die Spitze der Landesschülervertretung (LSV) gewählt. Er ist Landesschulsprecher der Berufsbildenden Mittleren- und Höheren Schulen. Zur Seite stehen werden ihm Melanie Samardjic aus Wiener Neustadt für die Berufsschulen und Sebastian Stark aus Gmünd für die Gymnasien.

„Parteipolitik hat in der Schule nichts verloren“

Ein wenig ungewöhnlich erscheint der Weg des Traismaurers, wenn man seinen politischen Hintergrund kennt. Bis vor einigen Monaten war Kadrija noch Vorsitzender der Sozialistischen Jugend (SJ) in der Römerstadt. In der Landesschülervertretung hat die VP-nahe Schülerunion alle Mandate inne.

Für Kadrija selbst spielt das keine Rolle: „Parteipolitik hat in der Schule nichts verloren. Dass ich zuvor SJ-Vorsitzender war, ist kein Problem. Ich tendiere zu mehreren Parteien und habe keinen Druck deswegen.“ Bei der SJ sei er vor allem gewesen, weil er seiner Stadt etwas mitgeben wollte. Die Politik war zweitrangig. Aufgehört habe er, als er im vergangenen Jahr zum Schulsprecher der HAK Krems gewählt wurde. „Beides hätte ich nicht geschafft und zwei Dinge halb zu machen bringt nichts.“

Für seine Zeit in der LSV hat sich der 17-Jährige einiges vorgenommen: Oberstes Ziel ist es, die Reichweite der Landesschülervertretung zu vergrößern. „Wir haben zum Beispiel eine Schulrechtshomepage. Das ist zu wenig bekannt“, stellt Kadrija fest. Ändern will er das durch die Organisation von Veranstaltungen und vor allem auch durch die verstärkte Zusammenarbeit mit den Schulsprechern. „Wir wollen ihnen die notwendigen Softskills mitgeben und sie in Rhetorik, Projektmanagement und Moderation schulen.“

„Man nimmt auch viel für sich selbst mit“

Sorgen, dass ihm die Arbeit im Maturajahr zu viel wird, macht er sich keine: „Man nimmt davon auch viel für sich selbst mit. Mit der Zeit lernt man, Unwichtiges loszulassen. Man muss sich die Zeit einfach einteilen und das ist eine Frage der Übung“, ist Kadrija zuversichtlich.

Über die Wahl

 Die Schülerunion sicherte sich bei der Wahl der Landesschülervertretung alle Mandate und stellt die drei Sprecher. 
 Florian Kadrija wird den 74 berufsbildenden und mittleren Schulen in NÖ vorstehen.