Wirt in Gastwirtschaft: „Gibt nichts zu essen“. Ehepaar setzte sich um 11.50 Uhr an den Mittagstisch. Gastronom bedauert: „Viele Reservierungen und Personalmangel.“

Von Alex Erber. Erstellt am 12. November 2019 (03:15)
Gastronom Hannes Kern entschuldigt sich für Vorfall.
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Mit dem Slogan „Die geniale Wirtshausküche“ wirbt die Gastwirtschaft Kern. Doch Josef Eichinger aus Hasendorf blieben kulinarische Spezialitäten verwehrt.

Eichinger hatte bei einem Feuerwehrfest einen Gutschein für ein Essen in Langmannersdorf gewonnen. Gemeinsam mit seiner Gattin betrat er am vorvergangenen Sonntag gegen 11.50 Uhr das Wirtshaus. „Ein sehr passables Lokal, gediegen ausgestattet“, war der erste, durchwegs positive Eindruck.

Der Hasendorfer kann sich noch genau erinnern: „An der Schank saßen vier Personen, die dort ihr Bier tranken. An einem größeren Tisch saßen drei Kinder und sieben Erwachsene, ein weiterer größerer Tisch war reserviert.“ Das Ehepaar begab sich daher zu einem kleineren Tisch, der ebenso wie weitere Tische nicht reserviert war.

"Schneller wäre es aufgrund von Personalmangel nicht gegangen"

Doch dann erlebte Josef Eichinger eine Überraschung, die den zunächst positiven Eindruck nachhaltig negativ trübte: „Der Wirt kam und beschied uns, dass es nichts zu essen gibt. Es tue ihm leid, er habe zu wenig Personal.“

Fazit: „Wir sind woanders hingefahren. Gewundert habe ich mich schon, denn draußen vor der Tür werden noch ganz groß Wild-Spezialitäten beworben. Wozu eigentlich?“

Gastronom Hannes Kern bestätigt im NÖN-Gespräch den Vorfall: „Ich entschuldige mich dafür, dass ich dem Herrn die Umstände nicht präzise genug erklärt habe. Es sind auf einen Schlag viele Reservierungen hereingekommen, das Ehepaar hätte wohl bis 13.30 Uhr warten müssen. Und ich habe ihm die Entscheidung leider abgenommen. Schneller wäre es aufgrund von Personalmangel nicht gegangen.“