Letzter Coup am Campus. Polizei-Erfolg / Nach Einbruch in Traismauer war am Grenzübergang Nickelsdorf Endstation. Die achtköpfige Rumänen-Bande ist für Straftaten von Finnland bis Spanien verantwortlich.

Von Alex Erber. Erstellt am 04. März 2014 (23:59)
NOEN, LPK NÖ
Der Kleinbus war voll gerammelt mit Diebesgut.
Von Alex Erber

TRAISMAUER / Beamte des Landeskriminalamtes NÖ, Ermittlungsbereich Diebstahl, haben nach intensiven Erhebungen insgesamt 43 Einbruchsdiebstähle in NÖ und fünf Einbruchsdiebstähle in OÖ mit einer Gesamtschadenssumme von rund 70.000 Euro geklärt.

Die NÖN berichtete ausführlich: Im Sommer des Vorjahres sind drei Rumänen im Alter von 32, 44 und 49 Jahren am Grenzübergang Nickelsdorf im Burgenland angehalten und kontrolliert worden. Das Trio war mit einem Kleinbus unterwegs, in dem sich zahlreiche Werkzeuge und Maschinen befanden. Erste Erhebungen ergaben, dass eines der Werkzeuge bei einem eben erst erfolgten Baustelleneinbruch am Campus 33 gestohlen worden war. Die Rumänen wanderten hinter Gitter.

Profi-Bande war international tätig

Im Zuge der folgenden Ermittlungen konnte das Diebesgut einem Einbruchsdiebstahl in Langenstein (OÖ) beziehungsweise fünf Einbrüchen in Schrebergartenhäuser in Mautern bei Krems zugeordnet werden. Die Coups hatten die Männer innerhalb von drei Nächten verübt.

Außerdem wurden fünf Komplizen im Alter von 44 bis 61 Jahren ausgeforscht.

NOEN, LPK NÖ
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Umfangreiche Erhebungen, Auswertung von Spuren und Hinweisen sowie mehrmalige Vernehmungen förderten die kriminelle Energie der Verdächtigen zutage: Der achtköpfigen Bande wurden insgesamt weitere 41 Einbrüche in Schrebergartenhäuser, Firmen, Wohnhäuser und Autos nachgewiesen, die die mutmaßlichen Täter binnen zwei Jahren in unterschiedlicher personeller Zusammensetzung verübt haben sollen. Außerdem agierte die Profi-Bande in Deutschland, in der Schweiz, in Belgien, Dänemark, Finnland und Spanien.

Verhaftete sind geständig

Bei den Coups erbeuteten die Rumänen zumeist Bargeld, Werkzeuge, Maschinen, teure Elektronikartikel, aber auch Lebensmittel und Getränke.

Die drei Verhafteten sind voll geständig: „Wir haben die Werkzeuge und Maschinen auf einem Markt in Rumänien verkauft!“ Das Trio befindet sich in der Justizanstalt St. Pölten. Nach den Komplizen wird europaweit gefahndet.