„Jung für Alt“ ist in Herzogenburg wieder aktuell. Aktion vom Frühjahr erfährt eine Fortsetzung. Freiwillige werden gesucht, damit jenen Menschen, die zu den gefährdeten Gruppen gehören, mit Einkauf geholfen werden kann.

Von Hans Kopitz. Erstellt am 18. November 2020 (03:44)
Dieter Pöhlmann hat die Aktion „Jung für Alt“ ins Leben gerufen.
privat

Anfang März, als der Corona-Virus auch in der Stiftsstadt begann, das Leben zwar noch nicht so massiv, aber doch irgendwie auf den Kopf zustellen, hat Dieter Pöhlmann als Obmann des Herzogenburger Seniorenbundes per Facebook junge Menschen gesucht, die bereit sind, für ältere Menschen in dieser Situation einkaufen zu gehen. Kurz darauf ist auch die Stadtgemeinde bei diesem Projekt, das unter dem Titel „Jung für Alt“ ein großer Erfolg wurde, aufgesprungen, und mehr als 40 Menschen halfen mit. Darunter befanden sich viele Jugendliche sowie Stadt- und Gemeinderäte, wobei weder Partei noch Religion ausschlaggebend waren.

Mit dem neuen, harten Lookdown ist die Sache nun wieder aktuell geworden – und so liest man auch auf der Gemeinde-Homepage, dass die Ausbreitung des Corona-Virus es notwendig macht, Maßnahmen zu ergreifen, die wesentlich in das Leben der Bevölkerung eingreifen. Das Ziel dieser Maßnahmen ist eine deutliche Reduktion der sozialen Kontakte der Menschen, um die Ausbreitung des Virus entscheidend zu verlangsamen. Dadurch soll gewährleistet werden, dass das Gesundheitssystem auch in dieser Not-Situation voll funktionsfähig bleibt.

Den Alltag so gut wie möglich bewältigen

Die Stadtgemeinde und der Seniorenbund möchten daher speziell der älteren Generation – über 65 Jahre beziehungsweise der betroffenen Zielgruppen – etwa geschwächtes Immunsystem aufgrund einer chronischen Erkrankung – in dieser schwierigen Situation helfen und sie mit der Aktion „Jung für Alt“ dabei unterstützen, den Alltag so gut wie möglich zu bewältigen.

Wer zu den gefährdeten Gruppen gehört und Bedarf an Einkäufen oder Apothekengängen hat, kann sich diesbezüglich von Montag bis Freitag zwischen 8 und 12 Uhr an das Bürgerservice der Stadtgemeinde, 02782/83315-71, oder buergerservice@gde.herzogenburg.at wenden. Außerhalb dieser Zeiten hilft in dringenden Fällen auch Dieter Pöhlmann unter 0676/5311911 oder dieter-poehlmann@aon.at weiter. Dieses kostenlose Service soll den Schutz der gefährdeten Personengruppen aufrechterhalten.