Anruf-Sammeltaxi für die Region Herzogenburg ist auf Schiene

Idee, die in Herzogenburg geboren wurde, wird nun in der Region umgesetzt. Den Willen dazu haben neun Gemeinden.

Erstellt am 05. Januar 2022 | 05:47
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Stadträtin Daniela Trauninger gilt als Motor des Projekts, Unterstützung erhält sie nicht nur von Bürgermeister Christoph Artner (Bild) und allen Fraktionen in der Stiftsstadt, sondern auch aus acht weiteren Kommunen.
Foto: Hans Kopitz

Was in Herzogenburg seinen Ausgang nahm, wird aller Voraussicht nach neun Gemeinden umfassen, denn neun Kommunen haben ihr Interesse an einem „Regionalen Anruf-Sammeltaxi“ deponiert.

Die parteifreie Stadträtin Daniela Trauninger hatte die Idee zur Bewältigung der „letzten Meile“ zunächst einmal nur für Herzogenburg ins Spiel gebracht. Es geht darum, dass vor allem Nutzer von Bahn oder Bus den letzten Weg zu ihrem Heim ebenfalls mit einem öffentlichen Verkehrsmittel bewältigen können. Als Betriebszeiten sind 6 bis 24 Uhr vorgesehen.

Paudorf wartet auf Lösung mit Furth und Mautern

Nun soll diese Idee über die Stadt hinaus umgesetzt werden. Die Fäden laufen beim Manager der Klima- und Energie-Modellregion Unteres Traisental/Fladnitztal, Alexander Simader, zusammen.

Er berichtet, dass es in den vergangenen Tagen und Wochen Willensbekundungen aus neun Gemeinden zur Umsetzung des Anruf-Sammeltaxis gegeben hat. Konkret handelt es sich um Herzogenburg, Traismauer, Nussdorf, Sitzenberg-Reidling, Statzendorf, Wölbling, Obritzberg-Rust, Perschling und Kapelln.

Nicht dabei sind Inzersdorf-Getzersdorf und Paudorf. In Inzersdorf-Getzersdorf hat ÖVP-Bürgermeister Ewald Gorth Vorbehalte, was die Finanzierung anbelangt, wenn die Kalkulation nicht passe, sei ein Ausstieg aus dem Projekt schwieriger als ein eventueller Einstieg, wenn alles klappe. Simader: „Und Paudorf wartet auf eine gemeinsame Lösung mit Furth und Mautern.“

Bleibt als einzige Gemeinde, die nicht aus der Region Herzogenburg kommt, Sitzenberg-Reidling. ÖVP-Bürgermeister Erwin Häusler erhofft sich Vorteile für Veranstalter und Gastronomie: „Durch das Anruf-Sammeltaxi ist eine problemlose Frequenz unseres Teichfestes oder ein ausgiebigerer Heurigenbesuch möglich.“

Kick-Off-Sitzung schon zu Beginn des Jahres

Daniela Trauninger ist mit den Rückmeldungen und Ergebnissen aus den Gemeinden zufrieden. Nun liege es an Land und Verkehrsverbund Ost-Region, ein tragfähiges Konzept auszuarbeiten: „Die erste Kick-Off-Sitzung könnte bereits in den kommenden Wochen stattfinden.“