Mit 3G-Umsetzung gibt es kein Problem in der Region Herzogenburg

Kontrollen funktionieren reibungslos. Schwieriger wird es mit 2G. „Diese Regel wird uns nicht retten“, konstatiert Lukas Leitner.

Erstellt am 10. November 2021 | 04:37
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Die 3-G-Regel ist für Arbeitnehmer Pflicht. Die Umsetzung erfolgt problemlos.
Foto: shutterstock/Biehlmayer

Wie lässt sich die 3-G-Regel am Arbeitsplatz in den Betrieben umsetzen?

„Zum Glück gibt es die Impfung. Alle zehn Mitarbeiter unseres Sanitär- und Heizungsgroßhandels haben sich sofort impfen lassen, daher ist die 3-G-Regel bei uns kein großes Thema“, erklärt Firmenchef Alexander Wippel aus Kuffern.

„Wir kontrollieren laufend. Die Mitarbeitenden in den Märkten sind sehr froh, die Masken nicht mehr tragen zu müssen.“Spar-Pressesprecherin Nicole Berkmann

Michaela Nentwich, Gartenbau. Baumschule. Floristik, Weißenkirchen, beschäftigt über 80 Mitarbeiter: „Natürlich ist die Kontrolle schwierig, aber die meisten unserer Mitarbeiter sind geimpft. Wer nicht geimpft ist oder nicht genesen ist, braucht ab sofort den PCR-Test, der aber vom Mitarbeiter beizubringen ist. Wir werden als Betrieb sicher keine PCR-Tests anbieten. Die am kommenden Wochenende geplante Eröffnung unseres Adventmarktes, wird unter Einhaltung der für Adventmärkte geltenden 3-G-Regel stattfinden. Die weiteren Adventmarkttage sind reine Handelstage und fallen unter die FFP2-Maskenregel der Besucher und Käufer.“

Auch bei SPAR läuft‘s mit der 3-G-Regel laut Pressesprecherin Nicole Berkmann gut: „Wir kontrollieren sie laufend. Die Mitarbeitenden in den Märkten sind sehr froh, die Masken nicht mehr tragen zu müssen.“

Auch in der Bezirkshauptmannschaft St. Pölten gibt es laut Josef Kronister kein Problem mit 3G am Arbeitsplatz: „Wir sind seit Monaten sehr vorsichtig, und das hat sich bewährt. Wir hatten noch keine Ausfälle. Die Leute haben Verständnis für die Maßnahmen.“ Ein Großteil der 180 Mitarbeiter ist geimpft.

Das Möbelhaus XXXLutz in St. Pölten hat bereits im Oktober eine eigene Teststraße für die Mitarbeiter eingerichtet. Geschäftsführer Martin Lackner berichtet: „Einige Mitarbeiter wurden vom Betriebsarzt ausgebildet und führen die Tests täglich durch. Auch eine Anmeldung beim Gesundheitsministerium ist erfolgt. So bekommen unsere Mitarbeiter innerhalb von einer Stunde das Testzertifikat auf‘s Handy.“ Das betrifft rund 20 Prozent der Mitarbeiter, die nicht geimpft sind.

Wie es ab 15. November laufen wird, wenn PCR-Tests als Nachweis zu bringen sind, weiß man bei XXXLutz derzeit noch nicht. Lackner geht davon aus, dass sich die Politik noch eine Lösung dafür überlegen wird: „Wir wurden bisher wenig informiert. Bis 15. November sind wir gut gerüstet.“

Apropos Politik, mit ihr geht der ehemalige Traismaurer Wirtschaftsstadtrat Lukas Leitner hart in Gericht. Er ist Geschäftsführer und Inhaber der Werbeagentur Cayenne: „Wir setzen bereits seit längerer Zeit freiwillig auf die 2G-Regel. So ist der Eintritt in die Agenturräumlichkeiten für interne und externe Gäste nur geimpft oder genesen möglich. Wir haben auch eine hundertprozentige Impfquote unter unseren Mitarbeitern, das war eine Frage des Hausverstandes. Kontaktlose Körpertemperaturmessgeräte und Handdesinfektionsspender sind zusätzlich Standard.“

Die große Herausforderung, diese Krise endgültig zu meistern, liege in einer ehrlichen und faktenbasierten Kommunikation.

„Jubelmeldungen führten zu laxem Verhalten“

Leitner: „Die Jubelmeldungen aus der Politik im Sommer 2020 und auch im diesjährigen Sommer, man hätte die Corona-Krise bereits gemeistert, führte zu laxen Verhaltensweisen wie etwa mangelnder Impfdisziplin, was uns nun neuerlich in ein sehr gefährliches Infektionsgeschehen geführt hat. Zwar hilft die nunmehr von der Bundesregierung verlautbarte 2G-Regel, die Impfrate nach oben zu treiben. Dies wird uns aber in der aktuellen Welle leider nicht mehr retten, weil eine Grundimmunisierung mindestens fünf Wochen dauert.“

Das Zeitfenster für eine ordentliche Grundimmunisierung habe sich bereits im Sommer geschlossen.

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