St. Andrä statt Einöd: Radtreff jetzt eröffnet. Einsprüche von Anrainern zwangen Gabi Haas zum Umdisponieren. Nun ist gastronomischer Notstand an Traisen behoben.

Von Hans Kopitz. Erstellt am 16. Juli 2019 (17:13)
Hans Kopitz
Eröffnung: Gabi Haas (links) mit einigen Besuchern, darunter auch Gabi und Thomas Eckl, Helmut Gelter Markus Haas, Franz Mayerhofer, Karl Kaiser, Rudolf Engelhart und Bürgermeister Christoph Artner mit Ulli Kaiser (von links).

Am vergangenen Freitag ist der Traum von Gabi Haas wahr geworden. Gemeinsam mit Bürgermeister Chistoph Artner eröffnete sie ihr „Freiluftlokal“, eine Versorgungshütte für Radfahrer. Aber nicht, wie ursprünglich geplant, in Einöd, sondern in St. Andrä beim Steg.

Rückblende: „Mit einer hervorragenden Geschäfts- und Service-Idee wartet Gabi Haas, die Haasis Hexenstüberl“ betreibt, auf. Sie will südwestlich des Einöder Feuerwehrhauses eine Versorgungshütte errichten. Diese befindet sich direkt an der Traisen, davon profitieren die Radfahrer, die etwas trinken oder einen Snack konsumieren möchten, ohne in einen Ort fahren zu müssen“: Zeilen aus der NÖN vom Oktober des vergangenen Jahres.

Die einleuchtende Begründung für die Versorgungshütte: „Zwischen Traismauer und St. Pölten gibt es ja sonst nichts“, begründete Haas den gastronomischen Versorgungs-Notstand entlang der Traisen.

Große Furcht vor Lärmbelästigung

Um diese Hütte, die einem Würstelstand gleichkommt, aufstellen zu können, benötigte die Unternehmerin ein Grundstück, das sich im Besitz der Gemeinde befindet. Der Gemeinderat fasste in einer der nächsten Sitzungen den einhelligen Beschluss, die 40 Quadratmeter große Fläche um 22 Euro pro Monat grundsätzlich zu verpachten.

Doch aus der Hütte an der Traisen wurde – zumindest in Einöd – nichts. „Es gab Einsprüche von den Anrainern, die zu viel Lärmbelästigung während der Sommermonate befürchteten – und so wurde mein Ansuchen abgelehnt.“

Ende gut, alles gut: Nun kamen schon am Eröffnungstag zahlreiche Besucher, und nicht nur Radfahrer, zum „Radtreff St. Andrä“, der täglich von 10 bis 19 Uhr – allerdings nur bei schönem Wetter in der Radsaison – geöffnet hat und nicht nur kühle Drinks anbietet, sondern auch kleine Imbisse, von Schnitzelsemmeln über Bratwurst bis zu Pommes. Auch Radprofi Helmut Gelter war bei der Eröffnung dabei, der einen Notfallkoffer fürs „Patschenpicken“ anbietet. Somit wurde für die vielen Radfahrer zwischen Traismauer und der Landeshauptstadt, die am Traisental-Radweg die Traisen überqueren, ein gemütliches Platzerl für eine Rast geschaffen.